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Zugegeben, Horrorthriller die im tiefen Eis spielen sind, vergleichsweise, nicht unbedingt sooo reichhaltig in der Filmwelt enthalten. Doch an die Qualitäten eines Carpener-Streifens namens "Das Ding aus einer anderen Welt" kommt wirklich keiner heran. Auch nicht "Deep Freeze", von Trash-Regisseur John Carl Buechler, der auch schon hinter "Troll" steckt. Eher im Gegenteil. "Deep Freeze" ist so ziemlich das Schnarchigste, was das Genre zu bieten hat.

"Deep Freeze" ist mal wieder einer jener Filme, an denen von vorne bis hinten nichts stimmt. Das geht schon bei der Story und dem Drehbuch los, die beide hanebüchener nicht sein könnten. Schnell erzählt: Es geht um eine Gruppe an jungen Wissenschaftlern, die in die tiefen der Antarktis gerufen werden um dort Forschungen zu betreiben. Blöd nur, dass eine merkwürdige Kreatur aus dem Eis alles tötet, was ihr in die Pranken gerät. Nun heißt es, wieder einmal, wer ist der Nächste und wer stoppt das Biest?! Ja, Innovationen sucht man bei "Deep Freeze" vergeblich, alles ist schon einmal da gewesen und wird hier nur mehr als ungenießbar wiedergekäut. Mit Handlungen die unlogischer kaum sein können, Dialogen die einem die Haare zu Berge stehen lassen und Logiklöchern der Marke "Gehts noch?"! Kurzum, ein wirklich ganz mieses Skript, was eigentlich niemand hätte umsetzen sollen.

John Carl Buechler hat es aber leider dennoch getan und das Ergebnis ist dem Skript fast ebenbürtig. Wer hier nach so etwas wie Atmosphäre sucht, der dürfte, trotz eingeschneiter Kulissen, die ja ansonsten immer ein Garant für Top-Atmosphäre sind (siehe z. Bsp. "Sturm des Jahrhunderts"), lange suchen. Die Umsetzung des ganzen Treibens ist nicht nur in jeder Hinsicht lachhaft mies, nein es ist obendrein auch noch höllisch langweilig. Wo "Troll" ja wenigstens noch nen gewissen Spaß gemacht hat, so dürften die Meisten bei "Deep Freeze" schon in den ersten wenigen Minuten hinwegpennen. Träge und vollkommen uninteressant, zieht sich der müde Plot nur so vor sich hin und macht aus dem eigentlich nur 80 Min. Streifen eine "Tour de Schnarch", die einem wie ein ganzer Tag vorkommt. Schlimm, ganz schlimm so etwas.

Und wer jetzt wenigstens noch ein paar Splattereffekte oder sonstige SFK erwartet, der wird ebenfalls enttäuscht. Wie alles andere wirken auch diese hier nicht nur unsäglich billig, sondern auch von absoluten Stümpern, die nicht einmal an Amateur-Niveau herankommen, umgesetzt. Wo bei anderen Trash-Streifen wenigstens die Effekte einen noch einmal wachrütteln, so schläft man bei diesen rotzigen Effekten nur noch tiefer ein.

Und die Krone setzen dem Streifen dann noch seine Darsteller auf. Hilfe, was für ein Haufen an untalentierten Spacken, die es nach diesem Film eigentlich nie und nimmer verdient hätten, noch einmal vor einer Kamera zu stehen. Angefangen bei der unsäglichen Alexandra Kamp, die mal wieder beweist, dass man selbst mit dem niedrigsten Talent noch in billigen Hollywood-Movies auftreten kann. Gott sei Dank kratzt sie aber schon sehr früh ab. Dazu typische (Trash-) Gesichter wie Götz Otto (was hat der hier eigentlich zu suchen?), David Millbern oder Robert Axelrod. Allesamt legen sie hier wohl ihre absolut schlechteste Leistung ihrer gesamten Karriere ab. Wahrscheinlich hatte allerdings auch keiner von ihnen je das Skript gelesen! Oder?

Fazit: Stümperhaftes und wirklich totlangweiliges Eis-Horrofilmchen, dass aufgrund seines miesen Skriptes, das vor filmischer Gülle nur so tropft, und der lachhaft billigen Inszenierung durchaus ein annehmbarer Trasher hätte werden können, diesen Status aber, durch seine schnarchlahme Handlung, in keinster Weise auch nur im Ansatz erreicht. Selbst die härtesten Trash-Freaks dürften "Deep Feeze" wohl nichts abgewinnen können, da selbst sie schon in den ersten Minuten tief schlafen dürften und damit auch wesentlich besser bedient sind. Schade nur, dass mir diese Ehre nicht zu teil werden sollte!;(

Wertung: 2/10 Punkte

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