Review

Den Inhalt darzulegen, ist mir jetzt zu anstrengend.
Daher nur eine Bewertung.

Profondo rosso hat atmosphärisch eine gewisse Ähnlichkeit mit Suspiria, was wohl an der Musik (natürlich von den Goblins) und den ruhigen Bildern und der Art des ersten Mordes liegen wird. Allein, im Gegensatz zu Suspiria hat Profondo rosso mehr Inhalt. Mehr Dichte. Und es er liegt näher an der Realität. Die Mordszenen sind nur recht kurz und gehen - im Vergleich zumindest zu Suspiria - relativ ungrausam über die Bühne. Es geht hierbei auch weniger um das Gesplattere, als vielmehr um die Auflösung mehrer Mordfälle, deren Wurzeln weit in der Vergangenheit liegen.
Wenn man die wenigen Szenen, in denen dann doch das Blut fließt, fortläßt, dann bleibt ein grundsolider, sehr spannender und episch aufgewerteter Kriminalfilm übrig, der dem Betrachter allerdings einiges an Geduld und Gedankenkraft abfordert. Man sollte nicht mit leerem Magen an ihn herangehen.
Bei der Raumgestaltung hat sich Argento auf einen Kompromiß zwischen suspirischer Märchenhaftigkeit und italienischer Wirklichkeit eingelassen, der als gediegen und wohlgelungen zu bezeichnen ist.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen hervorragend, und besonders David Hemmings und Daria Nicolodi gehen überzeugend in den von ihnen dargestellten Charakteren auf.
Unbedingt empfehlenswert.

10 v. 10 Punkten.

Die kleine Straßenbar, die im Film einen zentralen Punkt ausmacht, scheint mir übrigens in der schwedischen Produktion namens "Sånger från andra våningen" resp. "Songs from the second floor" (2000) wiederaufgegriffen zu sein.

Details
Ähnliche Filme