Review

Wo fangen wir bei Deep Red nur an?

Also eins vorweg: Er ist sicher nicht der absolute Kracher, aber dennoch sehr soldie Thrillerkost und meiner Meinung nach seiner Zeit sehr weit voraus, kam die große Schlächterfilmwelle doch erst Ende der 70er bzw. Anfang der 80er auf.

*** SPOILER ***

Die Geschichte wird recht gut erzählt, auch wenn hier und dort einige Unstimmigkeiten zu verzeichnen sind. Anzumerken wären da, wie man es bei Argento-Filmen nicht anders kennt, die teilweise ziemlich merkwürdigen Dialoge sowie das manchmal selten dämliche Verhalten des Protagonisten (erst die Hauswand von aussen eindreschen, dann sich fast den Hals brechen und erst danach auf die Idee kommen, dass man auch von innen in das verborgene Zimmer kommen könnte?!).

Auch die Sache mit dem schizophrenen Paranoiden fand ich etwas merkwürdig. Wenn wirklich das Lied der Auslöser dafür sein soll, dass der Mörder ins große Schlachten verfällt, dann macht es keinen Sinn, dass sich der Mörder erst mit dem Taxi zur Wohnung von Mark fahren lässt, um ihn umzubringen. Das wäre dann nämlich so etwas wie ein kalkulierter Mord und nicht ein solcher, der unbewusst durch ein Lied ausgelöst wird.

*** SPOILER ENDE ***

Ebenso ist die Musik, die Goblin als sogenannten Soundtrack verbrochen hat, mal wieder pures Gift für die Atmosphäre. Ist aber ja in Argento-Filmen nichts Neues. ;-)

Alles in allem ist der Film aber gut gelungen.
Es gibt ein paar kleine Schmunzler, die Locations lassen eine gute Atmosphäre aufkommen, eine Hand voll ganz passabler Schauspieler und ein schöner, wenn auch vorhersehbarer Schluß.

Kein perfekter, aber dennoch netter Thriller aus einem guten Jahrgang.

6,5 von 10

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