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Wer etwas für recht professionell inszenierte B-Action übrig hat, der kann bei „Concrete War“ durchaus seinen Spaß haben.
Der Cop Jeff Flinn (Michael Paré) und der Börsenmakler Eric (Robert Pucci) stürmen in das Dachgeschoss eines Hochhauses, wo Susan (Shannon Tweed) unter der Decke hängt. Sie wissen, dass das Ganze eine Falle ist, aber trotzdem stürmen sie vor, um Susan zu befreien. Ein sehr unvermittelter Einstieg in „Concrete War“, dessen Vorgeschichte aber bald erläutert wird. Allerdings kann „Concrete War“ so ein wenig Action zu Anfang zeigen, was bei chronologischer Erzählweise nicht so möglich gewesen wäre.
Rückblende: Susan ist Jeffs Ex-Frau und Eric der neue Mann an ihrer Seite. Die beiden schmieden sogar schon Heiratspläne, doch dann trabt ein schwer bewaffnetes Killerkommando an, tötet Butler und Putzfrau und entführt Susan. Die Story von der gekidnappten Frau ist zwar alles andere als originell, aber es kommt ja auch darauf an, wie sie erzählt wird.

Jeff kommt vorbei um Susan zu besuchen, findet aber bloß Eric und die beiden Leichen vor. Angeblich schuldet Eric den Gangstern eine große Menge Geld und hat ihre Familie entehrt, wofür Jeff ihm beinahe den Kopf abreißen will. Aber da er immer noch ein wenig für Susan fühlt, will er Eric helfen sie aus dem Hochhaus zu befreien, in dem die Gangster sie gefangen halten.
Was „Concrete War“ aus der Masse an B-Filmen heraushebt, ist die gelungene Inszenierung, die fast schon A-Movie Qualität hat. Diese ist nicht nur recht professionell, sondern hat auch einen ordentlichen visuellen Stil, auch wenn dieser nicht an Mainstream Stylisten wie Tony Scott oder Michael Bay heranreicht.
Bemerkbar macht sie die Inszenierung vor allem in den Feuergefechten von denen ich allerdings gerne mehr gesehen hätte. Denn das ist das Problem von „Concrete War“: Es gibt für einen B-Film etwas wenig Action. Die Hochhaushatz an sich ist an sich nicht so spektakulär, so dass ich mir ein wenig mehr ausgiebige Kampfhandlungen gewünscht hätte. Abgesehen von der etwas geringen Menge ist die Action jedoch für einen B-Actioner zufriedenstellend, vor allem in der visuellen Qualität.

Die Story bietet nicht allzu viele Wendungen (lediglich die bei der Aufdeckung der Hintergründe der Entführung gibt es eine kleine Überraschung) und verlässt sich auf das Katz-und-Maus-Spiel im Hochhaus. Die Spannung kommt dabei auf ein Maß, das etwas über dem Durchschnitt liegt. Die buntgemischte Verfolgertruppe bietet einige skurrile Typen, wobei diese teilweise so überzogen sind (z.B. die Amazone), dass man sie auch nur in einem B-Film zeigen kann.
Die Schauspieler erbringen keine großen Leistungen und gerade der etwas albern frisierte Hauptdarsteller Michael Paré bleibt leider blass. Auch die anderen Darsteller können nicht viel reißen; lediglich Danny Trejo (unser prominentes Nebenrollengesicht) ist ein wenig besser.

„Concrete War“ bietet gut inszenierte B-Action, die leider eine größere Ladung Feuergefechte vertragen könnte und so nur etwas über dem Durchschnitt liegt.

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