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Irgendwo im bergigen Hinterland Amerikas entdeckt ein junger Goldsucher den Schatz von Jeremiah Stone und erweckt damit den seit anderthalb Jahrhunderten toten Goldgräber wieder zu wutschnaubendem Leben. Tatsächlich bevölkern die Nachkommen derer, die ihm einst seinen Schatz und das Leben geraubt haben immer noch die einsame Gegend und dann sind da noch drei junge Paare, die Freunde des ersten Opfers, die ebenfalls ein bißchen das Goldfieber spüren. Doch der Spitzhacke des Untoten sind sie nicht gewachsen, solange sie noch das Gold bei sich haben.

So richtig sicher bin ich mir immer noch nicht, wie und wo genau man Curse of the 49er einordnen soll, außer das es sicher nichts mit den schlechten Leistungen der American Football Mannschaft aus San Francisco der letzten Jahre zu tun hat. Ist das Ganze jetzt ein ernst gemeinter Horrorfilm oder eher eine Parodie auf selbige. Dafür spricht zumindest die Ansammlung von Klischees, die hier zelebriert wird. Die Rednecks könnten kaum rotnackiger sein, beim Auftritt vom bösen Jeremiah Stone hab ich jedesmal die Titelmusik des Undertakers erwartet und auch das Kanonenfutter in Form von sechs Jugendlichen auf Goldsuche kann so kaum ernst gemeint sein.
Dazu kommt noch die systematische Verheizung der zahlreichen Gaststars. Richard Lynch mit florierendem Steckbriefhandel und Karen Black als local Witch sind zwar kurz aber doch recht amüsant, während Vernon Wells, John Philipp Law, Martin Kove und Jeff Conaway doch recht lieblos abgespeist werden. Was hätte man mit all den Leuten doch für Spaß haben können in längeren Rollen.
Den übernehmen dafür ein Sixpack an Jungdarstellern, deren Erfahrungsschatz sich größtenteils auf diesen einen Film beschränkt. Die spielen dann auch teilweise so richtig prollig schlecht, das das auch schon wieder Absicht sein könnte. Dafür machen aber das Paar Alex und seine ewig bitchende Holde sogar richtig Spaß, war fast schade das sie (Namen vergessen) als erste der Gruppe gemeuchelt wird, hätte gern mehr von ihr gesehen, vor allem da der restliche Haufen das gesammelte Charisma eines feuchten Lappens hat.
Auch in Sachen Härte darf man nicht viel erwarten. Der Film ist ungekürzt ab 16 freigegeben, da kommt nicht viel. Lediglich eine Szene war wirklich gut, als einer Dame der Kopf abgetrennt wird und sie die Augen noch bewegt, während die Kamera langsam rauszoomt. Da sprach vermutlich der FX Künstler aus dem Regisseur Buechler, der er ja eigentlich auch ist.
Eigentlich fand ich den 49er Curse gar nicht mal so übel, weil ich mich doch entschlossen hatte, das Ganze nicht übermäßig ernst zu nehmen. Da machen dann zumindest die Nebencharaktere ganz gut Laune, nur das überlebende Heldenpaar ist und bleibt ein sehr blasser Schinken. Reine Horrorfans allerdings brauchen hier gar nicht erst einzuschalten.
5/10

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