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Das Projekt Fanalysis scheint Bruce Campbell eine echte Herzensangelegenheit gewesen zu sein. Er gibt in dieser 25 minütigen Mischung aus Biopic und Dokumentation nicht nur den Gastgeber, sondern produzierte gleich selbst und führte Regie. Fans können einen Anblick auf sein echtes Wohnhaus an der Nord-Pazifikküste erhaschen und sehen ihren Helden bei so alltäglichen Sachen wie bügeln oder rasieren beobachten und auch sonst einiges erfahren.
Hier ist nichts gefälscht sondern Bruce gibt sich so, wie er als normaler Mensch einfach, erzählt das er sich gerne mit den Fans auf der Straße trifft die ihm Fanpost zuschicken, oder das er auf Reisen sein eigenes Kissen mitnimmt. Privat scheint er ein normaler Typ wie du und ich zu sein, der auf dem Boden geblieben ist, aber auch ständig eine Art Spagat vollführen muß. Die Fans wollen natürlich ständig ihren Ash aus Evil Dead feiern, am besten mit laufender Kettensäge in der Hand, müssen auf Conventions aber oft feststellen, das es auch bei Actionhelden witzige Normalos gibt, die auch mal ganz glücklich sind, wenn sie auf der Post einfach nur ihre Briefe wegschicken können, ohne einen Menschenauflauf auszulösen.
In zahlreichen Einstellung erzählt er seine Version der Dinge, wie man zum Fan wird (er schrieb selbst einst Fanpost an Steve McQueen) und auf der anderen Seite wie man als "Star" mit seinem eigenen Fandom umgehen sollte, da im Grunde der eine den anderen benötigt, wie das Yin das Yang. Dazu bekommt er Unterstützung von seinem alten Kumpel Ted Raimi (man kennt sich noch aus alten Tanz der Teufel Tagen), der auch einige Anekdoten zum besten gibt. Tim Thomerson als weiterer bekannter Name kommt dagegen am Ende etwas zu kurz.
Recht amüsant, wenn dann zum Schluß die wirklichen Hardcore Fans zu Wort kommen. Speziell die etwas ältere, glühende Xena Verehrerin lernen wir kennen. Diese hat nicht nur offiziell ihren Namen in Xena ändern lassen, sondern sich auch für stärkere Ähnlichkeit mit der Heldin im Gesicht operieren lassen. Klar das zu Hause sämtliche je erschienenen Devotionalien schreinmäßig aufgestellt sind und angeblich soll sogar Lucy Lawless selbst die Sammlung bereits gesichtet haben, naja wer´s braucht. Interessant ist der Short aber im Grunde nur für Campbell Fans, der einige private Einblicke gibt (man sieht sogar was er für ein Auto fährt). Als psycholigische Studie über das Massenphänomen Fandom ist das Ganze allerdings zu wenig beleuchtet.
6/10

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