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Es ist das Jahr 2038. Die Rohstoff-Ressourcen auf der Erde sind aufgebraucht und im Weltraum ist ein Kampf um die Bodenschätze auf anderen Planeten entfacht. Um ihre Förderroboter zu schützen, schickt eine der großen Abbau-Gesellschaften Strafgefangene auf den Bergbauplaneten Moon 44, die die Technik bewachen sollen. Unter ihnen ist auch Spezialagent Felix Stone, der als Straftäter getarnt das Verschwinden einiger Roboter aufklären soll. Bald deckt er die korrupten Machenschaften des befehlshabenden Kommandanten auf und gerät zwischen alle Fronten.

Es ist schon irgendwie verwunderlich, das ein damals noch recht unbekannter Regisseur aus dem Schwabenland Stars wie Michael Pare oder Malcolm McDowell (zumindest als diese 1990 noch recht große Nummern waren) nach Deutschland locken konnte, um im Ländle ein neues SciFi Opus zu drehen. Das SciFi Thema ist dabei gar nicht mal das zentrale. Die Story um einen isolierten und undisziplinierten Haufen, der sich zusammenraufen muß, um eine übermächtige Bedrohung abzuwehren und nebenher noch ein wenig Detektivarbeit zu leisten könnte genauso gut auf irgendwelchen Inseln oder beliebigen Kriegsschauplätzen ablaufen.
Allerdings muß man sagen, das die Weltraum Effekte und Kulissen richtiggehend gut aussehen. Speziell die Außenaufnahmen sind für das vermutlich überschaubare Budget optisch wirklich gelungen. Die Story ist im Grunde dafür recht simpel und teilt sich in zwei Plots ein. Ein Spezialagent der firmeninternen Sicherheitsabteilung soll das Verschwinden von mehreren sauteuren Förderrobotern ermitteln, während gleichzeitig der Angriff einer befeindeten Firma droht und sich ein Haufen Jünglinge mit einem Trupp Knackis für die Verteidigung arrangieren muß. Dachte zwar Kampfpiloten wären eher zierlich Gestalten und keine aufgepumpten Bodybuilder, aber wer weiß wie das 2038 so ist. Ich hab mich auch ständig gefragt, warum die schweren Jungs nicht einfach das Kommando übernehmen, denn von so etwas wie Security fehlt auf dem Rohstoffmond jede Spur.
Wer jetzt allerdings auf bunte Weltraumschlachten hofft, sollte doch lieber bei Star Wars bleiben. Action wird nicht allzu groß geschrieben, denn im Zentrum stehen die Beziehungen untereinander. Das Rudel Hänflinge muß sich gegen die rabiaten Kleiderschränke zur Wehr setzen und Held Stone sich mit den Autoritäten rumschlagen. Es ist schade das das vorhandene Krimipotential nicht ausgenutzt wurde. Sowohl Stones Tarnidentität, als auch die Hintermänner des Roboklau sind ratz fatz aufgeklärt, da hätte man mehr draus machen können. Bleibt am Ende ein Film der Marke jo ganz ok, aber nix dolles. Man muß ja schon froh sein überhaupt mal so etwas aus dem Genre Made in Germany zu sehen.
6/10

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