Review

Eine Frau namens Emily versucht einen Jungen in einem See zu ertränken ... sie wird verhaftet, gesteht den Versuch und begründet ihn damit, jener Junge würde im Spiegel lesen, dass er nie gesündigt habe, und dass alles nur ein Teil „des großen Plans“ wäre, der den Sinn des Lebens in sich trägt...

Jahre später: Die junge Studentin Sarah (Carly Pope) entdeckt ein Rätsel an der Wand einer U-Bahn-Station, während sie auf den Zug wartet ... sie löst es, und die Antwort lozt sie zu einem leer stehenden Gebäude, an dessen Wand wiederum ein Rätsel steht...

Monate später: Sarah hat das Spiel immer weiter gespielt, denn sie hat herausgefunden, dass jenes so genannte „Nemesis Game“ auf eine alte Sage zurückgeht, die besagt, dass wenn man das Spiel bis zum Ende spielt, einem sich nach dem Lösen des letzten Rätsels der „große Plan“ offenbart, der alles erklärt, was unerklärliches in der Welt passiert...

Zusammen mit einem Comic-Shop-Besitzer (Adrian Paul), der ebenfalls an Rätseln interessiert ist, sie aber vor jenem „Nemesis Game“ warnt, da allgemein bekannt sei, dass es gefährlich wäre, versucht Sarah dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Als dann ein Kommilitone von ihr tot aufgefunden wird, und zwei Rätsel die Suchenden direkt an den Tatort führen, werden sie sich der Gefahr bewusst, in der sie stecken.

Plötzlich taucht Emily (inzwischen aus der Haft entlassen) auf, stellt sich der Polizei und gesteht den Mord, denn das wäre der letzte Schritt gewesen, der ihr zum Durchschauen aller Zusammenhänge noch fehlte ... und auch der Junge von damals erscheint wieder – auch er nun von dem Spiel besessen. Nur noch wenige Rätsel trennen Sarah von der Wahrheit, die aber scheinbar nur in Verbindung mit Tod erkannt werden kann, so wie bei Emily...

Mich hat die Geschichte auf „Nemesis Game“ aufmerksam gemacht, denn sie klang interessant und spannend.
Interessant war sie dann auch, spannend leider nicht so, denn zwar man durchschaut lange Zeit nicht alle Zusammenhänge, doch die Rätsel an sich sind recht simpel gestrickt, wie auch die gesamte Inszenierung, die leider nie über B-Film-Durchschnitt hinauskommt.

Die Besetzung stammt durchweg aus der zweiten Reihe – hauptsächlich aus Fernsehserien: Carly Pope (TV´s „Popular“) agiert okay, Brendan Fehr (TV´s „Roswell“) hat leider nur Klicheematerial abzuspulen, doch positiv überrascht hat mich TV-„Highlander“ Adrian Paul, der seine Sache echt gut macht.

Das Ende ist konsequent und gelungen in Sachen Geschehnisse, doch (natürlich) wird keine Antwort darauf gegeben, was denn nun der „große Plan“ beinhaltet, vom Sinn des Lebens ganz zu schweigen ... das war ja auch nicht zu erwarten, doch wenigstens die eine oder andere Andeutung oder Theorie hätte ich mir dann doch gewünscht.

Insgesamt bietet „Nemesis Game“ von daher interessante Story-Ansätze, welche aber nicht wirklich weitergesponnen werden. Inszenierung, Besetzung, Spannung – alles von mäßiger Qualität, leider.


Fazit: Ein Film mit eigentlich guter Prämisse, der kurzweilig (wenn auch nicht ganz befriedigend) zu unterhalten vermag, schnell aber wieder vergessen ist ... 4 von 10.

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