Review

Handlung:

Die männlichen Zwillinge Beverly(!) und Elliott sind Gynäkologen mit Forschungsaktivitäten und haben eine ökonomische Aufteilung ihrer Lebensaktivitäten zustande gebracht. Als die Schauspielerin Claire Niveau (was soll einem das jetzt sagen?) in ihr Leben tritt, geht selbiges aus der Naht. Warum, das weiß man nicht so genau. Aber dafür ist es ja ein Cronenberg.

Der allgemeinen Begeisterung über diesen Film kann ich mich nicht so recht anschließen. Im großen und ganzen ist er für meinen Geschmack einfach zu harmlos ausgefallen. Und damit meine ich beileibe nicht das Fehlen blutiger Gewalt- oder Ekelszenen; es gibt schließlich Filme, die solches nicht im geringsten nötig haben, um Härte und psychische Beklemmung aufzubauen. Eine Unappetitlichkeit gibt es sogar, aber die will dann so gar nicht zum ansonsten recht seichten Charakter des Films passen. Natürlich schreit der Streifen geradezu: "Ich bin ein Psychodrama", und so schaut man dem zugegebenermaßen von Jeremy Irons ausgezeichnet dargestellten Leidensweg des einen Zwillings mit entsprechenden Erwartungen zu. Das Problem ist nur, daß das erwartete Grauen sich nicht so recht einstellen will. Beverlys seelischer Verfall erscheint letztlich zu unmotiviert, um dem Film kritiklos abgenommen zu werden, abgesehen von einer beinahe spießig anmutenden Darstellung von Medikamentensucht. Morbide wird der Film erst zum Schluß und will auch schockieren, aber auf irgendeine Art wirkt das alles lasch und auf ein empfindliches Publikum ausgerichtet. Am Ende ist das Wegschauen der Kamera zu auffällig, um den Film als richtig konsequent erscheinen lassen zu können.

Im ganzen:
Gute Schauspielerleistungen, aber ansonsten ziemlich matt und auf seelenlosen Hochglanz getrimmt.

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