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Mit Die Unzertrennlichen liefert Regisseur David Cronenberg einen weiteren dunklen sowie spannenden Trip in die Welt der menschlichen Abgründe ab, der vor allem dank seines grandiosen Hauptdarstellers packende Unterhaltung bietet.

Dabei spielt Jeremy Irons die eineiigen Zwillinge Beverly und Elliot Mantle, die als erfolgreiche Gynäkologen sich alles teilen. Neben einer gemeinsamen Wohnung sowie einer Praxis betrifft das auch die Frauen. Allerdings sind beide vollkommen unterschiedlich. So nutzt der selbstsichere narzisstische Elliot seinen Bruder aus und sonnt sich im Ruhm, während der menschenscheue, sensible Beverly im Hintergrund unbeachtet seinen Forschungen nachgeht. Als eines Tages die Schauspielerin Claire Niveau in die Praxis kommt kippt das fragile, symbiotische Gleichgewicht, da sich Beverly unglücklich in diese verliebt. Als Claire hinter das Geheimnis der Brüder kommt, reagiert sie mit Ablehnung. Vor allem für Beverly stellt dieses einen schweren Schlag dar, der beide Brüder zusehends in den Abgrund reißt...

Auch wenn der gesamte Cast eine sehr gute Leistung abliefert ist es vor allem sein Hauptdarsteller der grandios aufspielt. Irons benötigt kaum Schminke oder Requisiten, um die beiden grundverschiedenen Personen glaubhaft zu machen und ihnen unterscheidbare Leben zu verleihen. Zudem verzichtet Cronenberg darauf auf blutige Effekte zu setzen und konzentriert sich nahezu vollkommen auf die psychologischen Aspekte der Geschichte, weshalb Die Unzertrennlichen fast schon als morbides Kammerspiel daherkommt. Auch in Sachen Tricks sowie Atmosphäre gibt sich der Film keine Blöße.

So reicht es für starke sowie lockere 8 Punkte eines weiteren außergewöhnlichen Cronenberg Filmes, der aber wie viele Filme des kanadischen Regisseures kaum als Mainstream Unterhaltung bezeichnet werden kann.

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