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„Alien Transformations – Todes-Maschine aus der Galaxie“… Ich war ja gewarnt, habe es beim ersten Vorübergehen am Flohmarktstand auch geschafft, standhaft zu bleiben – doch irgendetwas trieb mich dazu, doch noch einmal zurückzukehren und das alte Empire-Tape mitzunehmen. Lange Monate musste es darauf warten, von mir angeschaut zu werden, doch irgendwann wollte ich es hinter mich bringen und bekam zu sehen, was ich verdient hatte: 1980er-Science-Fiction-Horror der uninspiriertesten Sorte. US-Regisseur Jay Kamen hat hiermit einen ziemlichen Schnarcher verbrochen, der mit einer jegliche Logik entbehrenden Sexszene beginnt, damit aber locker die Hälfte seines Pulvers bereits verschossen hat. Was dann folgt, hat weder mit dem auf der Hülle beschriebenen Frauengefängnisschiff, noch mit der irrsinnigen Coverzeichnung etwas zu tun: Schmuggler Wolf Shadduck findet sich in einer Gefängniskolonie wieder, von der eine Gruppe mit viel Schmutz im Gesicht eine Flucht plant und ihn dafür als Kapitän des Schiffes braucht. Dort vögelt er herum, macht aber anscheinend nach und nach zumindest kurzweilig eine Mutation zum Dämon durch. Irgendwann wird ein Obermotz der Strafkolonie auf ihn aufmerksam und möchte ihn wegen seiner Missetaten aus der Vergangenheit überführen. Wer glaubt, hier erwarte ihn ein spaciges Actionspektakel in klaustrophobischer Atmosphäre, irrt gewaltig. Die Handlung wurde überaus dröge und billig inszeniert und Atmosphäre will allein schon aufgrund der lieblosen, drittklassigen Kulissen nicht aufkommen. Die einzigen wirklichen Hingucker sind die netten Make-Up-Effekte mit Ekelfaktor. Im Finale, das ebenfalls jeglicher Logik entbehrt, findet sodann endlich die abschließende Mutation statt, die ein paar passable Effekte zu bieten hat. Das dümmliche „Happy End“ aber macht die wenigen positiven Aspekt gleich wieder vergessen. Fazit: Keine Todes-Maschine, nur ein laues Lüftchen, das da durch die Galaxie wehte… bzw. „torkelte“, um in der Sprache des Covertextes zu bleiben.

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