Nach einem Unfall bekommt ein junges Mädchen eine Bluttransfusion, wobei das Blut von einem Irren stammt, was zur Folge hat, dass das Mädchen fortan mit diesem Kerl in besonderem Kontakt steht, was wiederum Gefahr für ihr Leben bedeutet.
An sich hätte die Idee mit dem geistigen Kontakt zwischen dem Mädchen, welches die Taten des Killers in ihren Träumen mitansieht und dem munter durch die Gegend mördenden Geisteskranken bei ordentlicher Umsetzung für einen vergnüglichen abendfüllenden Slasherfilm sorgen können, doch daraus ist nichts geworden.
Alle Figuren sind so lieblos gezeichnet, dass einem deren Schicksale am Allerwertesten vorbeigehen. Selbst die Hauptfiguren bleiben blass und uninteressant. Da hätten wir den Killer, der zum Killer wurde, weil er in seiner Kindheit Zeuge wurde, wie sein Papi Muttern im Bett mit nem Anderen erwischte und daraufhin die beiden und sich in die ewigen Jagdgründe schoss, wie wir in einem knappen Rückblick zu Beginn des Streifens sehen können. Seitdem hat der Junge einen Knacks weg und spielt auf seiner Flöte immer wieder das selbe Lied, wobei Kritik an dem Geflöte tödliche Folgen für die Kritiker hat. Als er dann nach Jahren aus der Klappse ausbüxt, wirds gefährlich für die weibliche Hauptfigur. Diese ist ein junges Mädchen, das Probleme mit dem Alkipapa hat, der früher einen Autounfall baute, wodurch das Mädel ein verkrüppeltes Bein davontrug, das Blut des Irren transfusiert bekam und dadurch nun den geistigen Kontakt zum Mörder erhält.
Gespielt werden die Figuren untermittelmäßig von den Darstellern, die mir allesamt unbekannt sind, aber wenn man einen Blick in deren Filmographien wirft, dann gibts bei dem ein oder anderen doch den ein oder anderen bekannten Filmtitel zu lesen.
Besonders übel ist bei der deutschen Fassung zudem, dass die Synchronisation von sehr unprofessionellen Sprechern vorgenommen wurde, was dem Ganzen die letzte Glaubwürdigkeit nimmt.
Das größte Problem des Films ist meiner Meinung nach jedoch das Fehlen von Spannung. Es gibt zwar die bereits erwähnte nicht uninteressante Grundstory, aber das Geschehen plätschert belanglos vor sich hin und es stellt sich fast durchgängig ein Gefühl der Langeweile ein. Selbst im großen Finale, in dem der Killer hinter dem Mädchen her ist, kommt keine Spannung auf und das Ende ist ein mißglückter Versuch, einen Schockeffekt aufzufahren. Das Einzige, was das Gefühl erwecken könnte, es mit nervenaufreibenden Szenen zu tun zu haben, ist die Musik, doch die steht ohne die entsprechende Handlung und Umsetzung auf verlorenem Posten. Aber auch bei der Musik gibt es einen derben Aussetzer, nämlich in der gefühlsbetonten Szene, in der das Mädchen einsam am Strand entlangspaziert. Hier kann man einen schrecklich schnulzigen Song vernehmen, der einem die Fussnägel hochklappen lässt.
Wer sich auf Grund der vorhandenen Morde wenigstens ein paar blutige Effekte erhofft, der darf ebenfalls enttäuscht sein, denn slashertechnisch gibt auch nichts Sehenswertes. Der Killer greift zwar zu Würgegriff und Beil, aber gesplattert wird auf dem Bildschirm nicht. Man bekommt immer nur das Davor und das Danach der Tat zu sehen, was bei geschickter Schnittechnik ja nicht das Verkehrteste ist, aber hier funktioniert es nicht.
Insgesamt ist "Blood Song" ein sehr langweiliger Mix aus Psychothriller und Slasher, der zu keiner Zeit für Spannung sorgt und wirklich nur bei den härtesten Trashfanatikern und Allesguckern im DVD-Spieler ohne Vorspulen durchlaufen wird.