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Sweet Home aus dem Jahr 1989 könnte manchen vor allem deshalb bekannt sein, da der Film sowie das zugehörige Spiel als Inspirationsquelle zur bekannten Resident Evil Reihe gelten. Abgesehen davon ist es der erste Film von Kiyoshi Kurosawa der danach noch eine ganze Reihe solider japanischer Horrorfilme abliefern sollte.


Handlung: Ein Filmteam möchte eine Reportage über einen verstorbenen Künstler drehen. Sie vermuten, dass es in seinem Anwesen ein letztes unentdecktes Bild gibt. Vor Ort finden Sie tatsächlich das Bild jedoch mit verstörendem Motiv. Zudem verhält sich die Reporterin auf einmal merkwürdig. Einer nach dem anderen fallen die Crew-Mitglieder einem rachsüchtigen Geist zum Opfer.


Schon die Eröffnungssequenz die während einem Sandsturm (!) spielt und in der der Produzent versucht den Nachlassverwalter zu überzeugen Ihm den Schlüssel zum Anwesen auszuhändigen sticht heraus. Man merkt, dass man es hier mit keinem typischen Japan-Horrorfilm zu tun hat. Überhaupt ist der ganze Film auch für ein westliches Publikum gut zu verstehen. Typisch japanische Einflüsse sind rat und auch das fürs asiatische Kino übliche Overacting gibt es nicht.


Interessanter Weise wurden die special effects von Dick Smith umgesetzt, der auch an Filmen wie Der Exorzist oder Poltergeist gearbeitet hat. Die sieht man vor allem in zwei etwas ausgewalzten Szenen. Einmal wird eine Person von einem Schatten in der Mitte durchgeschnitten und eine Person verbrennt/schmilzt sehr langsam. Schon alleine für diese beiden handgemachten Sequenzen lohnt sich der Streifen.

Insgesamt liegt die Stärke des Streifens vor allem in seinen atmosphärischen Bildern. Und man kann hier durchaus Parallelen zum ersten Resident Evil Teil erkennen. Wo aber anstelle von Filmschaffenden eben Söldner durchs düstere Herrenhaus stapfen.

Die Story ist die typische Haunted House Geschichte. Ein Drama das sich in den 4 Wänden zugetragen hat lässt den schlecht gelaunten Geist der Hausherrin nicht ruhen. Die Schauspieler machen Ihre Sache gut aber ohne sonderlich in Erinnerung zu bleiben.


Letztendlich ist es Schade, dass es bisher keine angemessene Veröffentlichung des Films gibt. Hier könnten Arrow Video oder EUREKA aus Great Britain doch mal zuschlagen.


Fazit: Ungewöhnlicher japanischer Horrorfilm mit schönen Effekten allerdings mit konventioneller Handlung und ohne Überraschungen. Auf Grund der Verbindung zur Resident Evil Reihe für Fans unverzichtbar.

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