Was für ein großartiger Titel, welcher durchaus viel verspricht: „Slaughterhouse of the Rising Sun". Doch sieht man dann den Film hinter dem Titel, so entpuppt er sich doch nur als ein gänzlich misslungener Versuch, einen Geister-Horror mit Hippie-Flair zu inszenieren.
Zur Story, welche Anfang der 70er Jahre angesiedelt ist: Ex-Pornodarstellerin Jennifer (enorm blass: Cheryl Dent) wird von Visionen geplagt und in die Psychiatrie eingeliefert. Wieder entlassen, gerät sie an eine obskure Gruppe von Hippies, welche sie bei sich aufnehmen. Als sich herausstellt, dass selbige für eine Mordserie verantwortlich sind, will Jennifer fliehen, was ihr nicht gelingt. Als sie von einem Haus hören, in dem es spuken soll, begeben sich die Hippies und Jennifer in das Haus. Ein fataler Fehler, denn des Nachts beginnt dort ein mysteriöses Blutbad, dem sie nach und nach zum Opfer fallen...
So weit, so gut. Regiedebütant Vin Crease war in diesem B-Movie durchaus darum bemüht, mit dem Einsatz von Gore- und Geisterszenen eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, was allerdings aufgrund mangelnden Spannungsaufbaus nicht gelingt. Die Gruppe der Hippies fährt erst einmal die Hälfte des Films - gähnend langweilig - durchs Land. Dabei reiht sich ein idiotischer Dialog an den nächsten; Jennifer hat hin und wieder eine Vision, ihr Schicksal lässt den Zuschauer aber aufgrund mangelnder schauspielerischer Ausdrucksfähigkeiten von Serienschauspielerin Cheryl Dent („SoapTalk") schlicht kalt. Auch im Haus, als sich bei dem Hybrid aus Versatzstücken von „Amityville Horror" und „The Blair Witch Project" abwechselnd Horrorfilm- und Hippie-Klischee aneinander reihen, kommt keine Spannung auf. In einigen recht dunklen Tötungsszenarien kommen auch Gore- und Splatterfreunde nicht auf ihre Kosten. Eine hanebüchene, beinahe schon idiotische Auflösung und Schlusspointe sowie das nur notdürftig konstruierte 70er-Jahre-Szenario, welches mangels Zeitkolorit aufgrund des offensichtlich geringen Budgets reichlich absurd wirkt, wirken wie eine notdürftige, unfreiwillig komische Referenz an die Horror-Trash-Movies der 70er Jahre und vermiesen an „Slaughterhouse of the Rising Sun" den letzten Spaß am Zuschauen. Ein Filmzitat beschreibt dabei die Schwächen des Films explizit: „Das ist absolut unlogisch, Jennifer. Das ergibt keinen Sinn!" Dem ist nichts hinzuzufügen.
Fazit: Schrottiger B-Movie-Abfall, welcher mit einer dilettantischen Aneinanderreihung von Horror- und Hippie-Klischees versucht, zu unterhalten. Dabei ist „Slaughterhouse of the Rising Sun" gähnend langweilig und hirnrissig - durchsetzt mit schauspielerischen Totalausfällen. Selten so einen einfallslosen Schwachsinn gesehen!