Christina (Allison Lange) ist bildhübsch, gerade 17 geworden und wohnt zusammen mit ihrem Vater und Bruder in einem alten, aber schönen Haus in einer typischen amerikanischen Kleinstadt – doch sie hat es schwer, denn sie ist zudem noch Jungfrau, alle Vertreter des männlichen Geschlechts in ihrer Nähe scheinen etwas von ihr zu wollen und sind allesamt ein wenig merkwürdig, und zudem hört sie seltsame Geräusche im Haus, die ihren Ursprung auf dem Dachboden zu haben scheinen...
Der Film „Christina´s House“ eröffnet mit der Ermordung einer Schülerin, die Kekse verkaufen möchte – warum genau sie sterben muß, bleibt jedoch bis zum Ende ein Geheimnis, denn es folgen zwar schon bald weitere Tote, doch die mussten sterben, da sie irgendwie mit Christina in Verbindung standen...
Fast alle männlichen Charaktere haben merkwürdige (= verdächtige) Eigenschaften: Da wäre Christina´s Freund (Brendan Fehr), der sie unbedingt ins Bett bekommen möchte, ihr Vater (John Savage), der sie von den Jungs fernhalten will und sich seit der Einweisung seiner Frau in eine Nervenheilanstalt ohnehin komisch ihr gegenüber verhält, wie auch ein eigenwilliger „Handyman“ (Brad Lowe), der ständig am Haus herumbastelt und zudem ebenfalls ein Auge auf Christina geworfen hat. Nur ihr Bruder ist (bis auf seine Videospiel-Sucht) „normal“...
Diese eigenwilligen Charaktere sollen natürlich die Spannung steigern, wer von ihnen denn nun der Killer ist, der allem Anschein nach total auf Christina fixiert ist – jeder könnte es sein (sogar der merkwürdige Cop, der die Ermittlungen führt).
Trotzdem ist dieses Mittel bloße Spekulation, denn bereits nach 10 Minuten muß es wohl jedem Zuschauer mehr als klar sein, wer der Mörder nun ist – man hofft noch auf einen eventuellen finalen Twist („...es ist so klar, da muß doch noch was kommen...“), wird aber bitter enttäuscht...
Neben diesem Handlungsstrang hört Christina ständig merkwürdige Geräusche im Haus, erhält komische Nachrichten, Dinge (Tagebücher etc) scheinen zu verschwinden und tauchen dann wieder auf ... verliert Christina etwa wie ihre Mutter den Verstand? Was hat das Haus damit zu tun? Hat Dad Mitschuld an dem Schicksal der Mutter?
Fragen, die eigentlich belanglos sind, denn der gesamte Film ist viel zu leicht zu durchschauen und enttäuscht daher auf der Storyebene – wenigstens eine Überraschung zum Schluß hätte ruhig kommen können, aber nein, nicht hier...
Was bleibt ist ein Film voller sexueller Untertöne (die aber keineswegs subtil sind), denn jeder ist irgendwie scharf auf Christina (...selbst ihr Vater schaut sie so merkwürdig an...), und Regisseur Gavin Wilding („Stag“) setzt seine hübsche Hauptdarstellerin auch dementsprechend direkt in Szene (in der Badewanne, beim Sonnenbaden, ...).
Was den Film nicht zum Ärgernis verkommen lässt, ist der rund 20-Minütige Showdown im hermetisch abgeriegelten Haus, in welchem der Killer einige Fallen (z.B. eine Falltür, die in einen Holztrichter führt, der mit Sägeblättern verkleidet ist) vorbereitet hat und sich zwischen den Wänden bewegt. Hier kommt doch etwas Spannung auf, und das Filmteam hat auch genügend Filmblut einsetzen dürfen...
Trotzdem bleibt der Film (wie auch die Regie und Darsteller) bestenfalls im Mittelmaß stecken – zu vorhersehbar ist er auf allen Ebenen.
Außerdem gibt es etliche Szenen voller schreiender Unlogik (wenn sich der Killer auf dem Dachboden aufhält, schaltet er jede Nacht dort das Licht ein – obwohl es große Fenster gibt und das Licht von außen mehr als deutlich zu sehen ist) und blöder Einfälle (wie das Ende mit dem „Auftraggeber“ des Killers).
Ein Durchschnittsfilm also, daher auch 5 von 10 (aber nur wegen dem guten Ende!).