Review

Die Astronauten Adam und Jake cruisen auf der Suche nach einem Heilmittel gegen einen tödlichen Virus, welcher momentan auf der Erde wütet, durchs All und müssen dabei auf dem kargen Planeten Antares notlanden. Dort herrscht die Amazonen-Königin Sumuru über ihr Kriegerinnen-Heer und die Männer verrichten Sklaven-Arbeiten im Steinbruch. Adam und Jake sind eben deshalb gar nicht gerne gesehen und haben sich zudem auch genau den richtigen Zeitpunkt für ihren Crash ausgesucht, denn unter der Erdoberfläche brodelt es und der Planet ist drauf und dran, auseinanderzubrechen. Die beiden Kerle müssen nun nicht nur schleunigst einen Weg finden, wieder von Antares abzuhauen, sondern geraten zudem auch noch in einen Zwist zwischen Sumuru und ihrer Hohepriesterin Taxan, die einer subterranen Schlangen-Gottheit huldigt und dem Riesen-Reptil auch ab und zu mal ein Menschenopfer darbringt... Mit den pulpigen Roman-Vorlagen von Sax Rohmer, mit dessen Namen man sich hier ganz ungeniert schmückt, hat diese von jedwedem Rest Hirnschmalz befreite Science-Fiction-Plotte, die da als lumpiger TV-Trash-Film für RTL II aufgekocht wurde, mal wirklich überhaupt nichts am Hut... aber das ist noch mal echt das geringste Problem von "Sumuru - Planet der Frauen", der mit vollkommen lausiger Action und beschissenen Effekten mal ganz, ganz weit unter jegliches Niveau gezogen wird. Mit Darrell James Roodt hat man dann auch genau den richtigen Mann auf den Regie-Stuhl dieser internationalen Co-Produktion gesetzt, der im bewährten Schundfilm-Modus inszeniert und dabei in südafrikanischen Kiesgruben das - augenscheinlich zu geringe - Budget verballern durfte, das man dann doch noch irgendwie von hier und da zusammengeklaubt hat (Produzent Harry Alan Towers, der hier als treibende Kraft im Hintergrund verantwortlich zeichnet, hatte da bestimmt so seine Methoden). Irgendwie hat man es dann aber doch geschafft, das Endergebnis wie aus einem Guss wirken zu lassen: Das Ambiente mieft nach Schultheater-Aufführung, für die Kostüme würde sich noch so mancher 80er-Jahre-Italo-C-Knaller in Grund und Boden schämen und wenn dann auch noch die Styropor-Felsbrocken durch die Gegend kullern, schwebt man förmlich auf Wolke 7 im Badmovie-Himmel. Passend dazu chargieren sich Alexandra Kamp und Michael Shanks als nominelle "Stars" der Angelegenheit einen Wolf, dass die Heide wackelt. Der absolute Abschuss sind dann aber doch die Auftritte der CGI-Riesenschlange, die noch um einiges schlechter aussieht als die billig animierten Viecher aus den zeitgleich auf DVD verklappten Heulern von Phillip J. Roths U.F.O.-Klitsche. Okay, besagte Mankos könnte man dem Filmchen ja irgendwo noch nachsehen, wenn es denn wenigstens ein klein wenig charmant geraten wäre, aber das alles macht leider absolut keinen Spaß, sondern eher betroffen. Kurzum, es gibt nichts - aber auch wirklich überhaupt nichts! - Positives, was mir zu "Sumuru - Planet der Frauen" einfällt, am allerwenigsten noch die fade Moral von der Gleichstellung der Geschlechter, mit der der ganze Schwachsinn unterfüttert wurde, um zumindest 'nen Hauch einer irgendwie gearteten Message zu heucheln... was man dem Scheiss vermutlich eher abnehmen könnte, wenn hier doch nicht nur wieder irgendwelche untalentierten Bimbos vor der Kamera durch die Gegend gescheucht werden würden. Also, wer glaubt, dass er den schlechtesten Fernsehfilm aller Zeiten schon gesehen hat, kann es ja mal hiermit versuchen und sich eventuell eines Schlimmeren belehren lassen...

1/10

Details
Ähnliche Filme