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Blödelking Eddie Murphy in typischer Figur als Immobilienmakler - eigentlich nicht mal so unwitzig. Mr. Evers verscheppert runtergekommene Häuslein und wartet auf den großen Deal, der sich nun eines Tages tatsächlich ankündigt. Ein "Master" verlangt seine Frau und Geschäftspartnerin zu sehen - allerdings alleine. Da aber ein gemeinsamer Familienausflug übers Wochenende geplant ist, nimmt sie kurzerhand die ganze Mischpoke mit und steht brav in der Eingangshalle der Villa von diesem ominösen "Master".

Das zu verkaufende Haus stellt sich schnell als Spukhaus heraus. Eben eine "Geistervilla", die wohl in diesem Zustand unverkäuflich ist, wie Mr. Evers zu seinem Leidwesen schnell feststellen muß. Hinzu kommt, daß sich dieser Master als schräger Geist herausstellt, der seiner verflossenen Liebe nachtrauert und glaubt, sie in Mrs. Evers wiedergefunden zu haben (kann man durchaus verstehen, Jennifer Tilly macht schwer was her).

Die Story verläuft recht geradlinig und vorhersehbar, ein paar nette Spukeinfälle und sonstige schaurige Gruseleffekte, kreischende Kinder, die entführte Frau, der Dauersprücheklopfer Eddie Murphy - alles irgendwie belanglos. Man weiß um was es geht: Großer Massa muß seine Frau retten und dem Geist klarmachen, was sich in der Vergangenheit abgespielt hat, damit alle erlöst werden, die Villa keine Geistervilla mehr ist und alle glücklich werden: Die Geister im Jenseits, die Evers durch den Hausverkauf.

Natürlich passiert auch genau das. Doch die Zusammenhänge sind durchaus wirr und willkürlich zusammengesetzt, es fehlt ein roter nachvollziehbarer und glaubwürdiger Faden durch den Plot. Ohne Murphys Klamauk wäre es schnell langweilig. Oh halt, auch andere Faktoren tragen durchaus zur Rettung einer halbwegs akzeptablen Bewertung bei: zu allererst die atemberaubend gut aussehende Jennifer Tilly. Dann hätten wir noch den grenzdebil sprechenden aber nichtmal so uncleveren Butler mit heiserer hohler Stimme (seine Kommentare über Mr. Evers sind zum wegschmeissen), der Siebener BMW ist auch ein Sahnestück (vgl. Jennifer Tilly), achja und die Villa ist sowieso die wahre Pracht. So stellen wir uns eine Geistervilla vor, sowas hätten wir gerne selber - ok, ohne Geister vielleicht, aber ansonsten haben die Kulissenbauer ganze Arbeit geleistet (man beachte die zahlreichen Details im Hintergrund der Villa - genial).

Alles in allem ein kurzweiliger und unterhaltsamer Film, der leider wenig Tiefe hat und nichts weiter will, als kurzweilige Unterhaltung zu bieten - positiv, wenn man nicht mehr erwartet und keine allzu hohen Ansprüche stellt, enttäuschend wenn man bedenkt, wie viel mehr man aus der Story hätte machen können.

(5/10)

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