Eine kleine Widerstandsgruppe unter der Führung von Captain Jonathan Power, die mit hochmodernen High-Tech-Kampfanzügen ausgerüstet sind, die den Träger in eine kleine Ein-Mann-Armee verwandelt, kämpft gegen die Droidenarmeen und die Biodroids des herrschenden Imperiums von Lord Dread, dem halb menschlichen- und halb mechanischen Diktator der neuen Ordnung, der die Welt von der düsteren Hauptstadt Volcania aus regiert. Dreads Ziel ist es, alle Menschen auf der Welt zu unterwerfen und schlimmstenfalls zu digitalisieren, was bedeutet sie dem Ober-Maschinen-Gehirn Overmind in Energieform zuzuführen.
Es ist ja durchaus ein hehres Ziel, das zum Schutz von Menschenleben im Kriegsfall nur noch Droiden ins Schlachtgetümmel geworfen werden, aber in diesem fiktiven Szenario ging der Schuß ganz gewaltig nach hinten los. Die Maschinen machten sich selbstständig, führten die Metallkriege gegen die Menschen und "the machines won" wie sich der Vorspann elegant auszudrücken pflegt.
Im Jahr 2147 haben wir also das klassische postapokalyptische Szenario, in dem wandelnde Schaltkreise das sagen haben, sich die verbliebenen Menschen verstecken müssen, um dann in bester Guerilla Manier a la V oder Terminator versuchen, ihre Unterdrücker irgendwie doch noch zu besiegen. Die Episoden laufen dabei stets nach dem guten alten Gut gegen Böse Prinzip ab. Power und seine Truppe schlagen Lord Dread (wer immer in Star Trek die Borg erfunden hat, hat mit Sicherheit ihn im Hinterkopf gehabt) stets ein Schnippchen, zerstören Einrichtungen wie Stromversorgung etc., und können dabei recht locker von einer ehemaligen NORAD Basis sich quer durch die USA teleportieren.
Das Prinzip war simpel, aber das muß ja nichts schlechtes heißen. Die Tricks sind natürlich heute völlig veraltet, die Laserschüsse sind putzige fliegende Leuchtstreifen und die voll animierten Top-Schergen regen zum grinsen an, besonders wenn sie gegen Realschauspieler zum Kampf antreten. Die Serie hat aber durchaus ihren Charme und wer ein Freund der V Fernsehserie ist oder war wird sich hier sofort heimisch fühlen. Leider wurde die Serie aber nach einer Staffel schon wieder abgesetzt. Das lag aber nicht an den oft guten Drehbüchern von Babylon 5 Mastermind Straczynski, sondern anscheinend daran, das sich das sauteure Merchandising nicht ausreichend verkauft hat. So endet die Serie böse mit einem Cliffhanger, in dem Dread Powers Heimatbasis stürmt, die gute Pilot tötet und das wars. Sehr unbefriedigend das. Dennoch ist Captain Power eine Serie, die ich mir gerne mal wieder im Fernsehen anschauen würde.
7/10