Hier haben wir sie, die Mutter aller Millionenspiele, Kopfjagden, Battle Royals, Hunger Games und Running Men: LA DECIMA VITTIMA ist die erste offizielle Verfilmung der Kurzgeschichte „The Seventh Victim“ von Robert Sheckley (bzw. deren Grundgerüst), die zahlreiche moderne „Brot und Spiele“ Varianten beeinflussen sollte – einschließlich Sheckleys kurze Zeit später folgende Story „The Prize of Peril“.
Wir befinden uns in der Zukunft, so wie sie sich Designer in den 60er-Jahren vorgestellt haben. Es gibt keine Kriege mehr. Stattdessen losen zwei Computer in Genf jährlich weltweit 20 Personen aus, die sich paarweise jagen und zur Strecke bringen, bis in der zehnten Runde nur noch ein Jäger (oder Opfer) übrig bleibt und eine Million Dollar ins Designerheim mitnehmen darf.
Wir haben nun das Vergnügen, Ursula Andress (u. a. im pinkfarbenen Hosenkleid) und Marcello Mastroianni (sonnenbebrillt und blondiert!) bei ihrer letzten Runde zu flotter Schubidumusik zu begleiten. Kostüme, Ausstattung und Locations sind eine echte Schau, was auch wichtig ist, da der Film mit seiner Prämisse nicht wirklich etwas anfangen kann und die meiste Laufzeit mit einem lahmen Techtelmechtel der beiden Hauptdarsteller verplempert. Blut fließt ebenfalls keins, das hätte ja nur die schönen Designerklamotten versaut.
So bleibt von diesem Film vor allem in Erinnerung, wie massiv er AUSTIN POWERS inspirierte.