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Und weiter geht es, mit den nimmermüden Streifen aus dem Horror-Sub-Genre "Spukhaus-Thriller"! Schon in den frühen Jahren des Horrorfilms war dieses Genre sehr beliebt und spätestens seit dem übererfolgreichen, heutzutage vielleicht schon etwas angestaubten, "Amtyville Horror" ist dieses Sub-Genre, genau wie der Slasher-Film, in aller Munde. Doch genauso wie die Schlitzer-Filmche, so nutzen sich auch die Geisterhäuser ziemlich schnell ab und brachten meist nur billigen Komerz-Schund zu Tage. Auch in "Trespassing" geht es um eine Spuk-Hütte und auch "Trespassing" kann nur selten überzeugen.

Das fängt schon bei der Geschichte an, die kaum etwas Neues für das Genre zu bieten hat. Auch hier geht es wieder um eine gar gruselige Hütte und auch hier wollen ein paar dusselige Teenager dem Spuk unbedingt auf den Grund gehen. Zwar wird, im Laufe des Streifens, das ganze Geschehen mit dem eines Slashers vermischt, doch wirklich etwas bringen kann diese Idee auch nicht.

Nun gut, jetzt könnte man wenigstens hoffen, dass es wenigstens knackige Atmosphäre und einige saftige Schocks zu betrachten gibt, aber auch hier gilt eher Fehlanzeige. In den ersten Minuten gibt es zwar durchaus ein paar Szenen die eine gewisse Atmosphäre verbreiten können, doch diese nutzt sich leider viel zu schnell ab. Im Laufe des Geschehens wird das ganze Treiben immer vorhersehbarer und ist somit auch für gute Schocks kaum noch zu gebrauchen. Dazu zieht sich das ganze Getue auch manchmal etwas arg in die Länge.

Des weiteren kommen dann noch ein paar wenige Gore-Effekte hinzu, die aber auch nicht unbedingt vom Hocker reißen. Zwar sind sie durchaus ansprechend inszeniert worden, doch Gore-Freaks sind bis dahin längst eingeschlafen und Freunde von Suspense fühlen sich eher durch sie gestört, da sie schlecht und an die unpassendsten Stellen gesetzt worden.

Ach ja, und vom dem völlig verblödeten, wie unbefriedigten Ende möchte ich gar nicht erst sprechen.

Dazu kommen dann noch die Darstellerleistungen, die hier wirklich mal unter aller Kanone sind. Himmel, was sind das hier für Pfeiffen gewesen? Man mag nicht unbedingt viel von ihnen erwartet haben, doch gegen sie wirkt selbst eine Paris Hilton in "Nine Lives" noch wie eine gute Schauspielerin.

Fazit: Schlecht gespielter, recht innovationsloser und nur selten atmosphärischer Geisterhaus-Slasher, der zwar ab und an schon für Spannung sorgen kann und auch mit ein paar guten, wenn auch schlecht gesetzten, Gore-Effekten aufwartet, aber unterm Strich trotzdem nur ein Schocker-Filmchen unter vielen bleibt, dem viel zu schnell die Luft ausgeht. Horror-Anfänger könnten vielleicht ihre Freude haben, doch alte Horror-Hasen läßt dieser Streifen garantiert kalt.

Wertung: 4/10 Punkte

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