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Experimentell, in tristem Schwarzweiß und beinahe ein Stummfilm: STEREO ist nicht gerade zugänglich oder leicht konsumierbar. Die hölzern runtergeratterten Texte der Off-Sprecher - es geht wohl angeblich um die Erforschung von Telepathie und die Durchführung und Beobachtung sozialer und parapsychologischer Experimente - wirken wie aus Lehrbüchern vorgelesen und stehen oft im krassen Widerspruch zu den Bildern von rumtollenden Uni-Studenten. Letzterer Punkt legt den Verdacht nahe, dass der junge David Cronenberg hier noch gar nicht die erzählerischen, geschweige denn finanziellen Möglichkeiten hatte, die Geschichte adäquat wiederzugeben, die ihm eigentlich vorschwebte. In jedem Fall scheint sich Cronenberg in die eigenwillige, moderne Architektur der Gebäude auf dem Campus von Toronto verliebt zu haben und so verliert sich der Film in einem Irrgarten aus Hörsälen und langen Korridoren.