Ob schwul oder nicht - das geht an den Kragen!
"HellBent" findet man oft mit dem Prädikat "DER schwule 00er-Slasher-Geheimtipp" im Netz. Und ich würde da nicht widersprechen - ohne jetzt gigantische Erwartungen zu wecken. Aber er ist gay und gut genug. Man sollte sich nicht vom etwas hässlichen Mikrobudgetlook einschüchtern lassen... Über ein Quartett an schwulen Jungs und Kumpels, die an Halloween gegen einen Killer antreten, der ihnen die Köpfe abschneiden will...
Ein Partyfilm!
Als einer der wenigen schwulen Slasher überhaupt und zum Ende der von "Scream" angestoßenen Welle hatte "HellBent" über die Jahre genug Kraft, Kompetenz und Zeit sich seinen kleinen Kultstatus zu erarbeiten. Und er hat ihn verdient! Der Killer mit Teufelsantlitz kann was, die Jungs sind frech, frei und sympathisch, die Kills sind schön saftig und die sexuellen Sprüche und Andeutungen ebenso. "HellBent" ruht sich auf seinem "Schwulsein" nicht aus und liefert auch ganz allgemein als Slasher ordentlich ab. Die punkrockigen Songs unterstreichen seine Außenseiterattitüde. Und trotz klarstem 00er-Anstrich hat das etwas Zeitloses. Ein Halloweenhomohappen, der weit über seine Kernzielgruppe hinausgeht. Schade, dass er nicht attraktiver ausschaut...
Freak's Out!
Fazit: "HellBent" geht deutlich über sein "Gay Slasher"-Gimmick hinaus, sticht aus dem Slasherbrei heraus und kann sich sehen lassen - und das trotz ugly DTV-Look!