Amerikanische Studenten sollten besser nicht campen gehen und auch kein Wochenende in einsamen Hütten verbringen...
Verspäteter Nachklapp zu den Bigfoot-Horror-Filmen, die sich vor allem in den Siebzigern einer gewissen Beliebtheit erfreuten. Hier kam allerdings schleimiger Backwood-Trash dabei heraus, an dem sich womöglich die Geister scheiden.
Im Prinzip kann der Film in drei Phasen unterteilt werden...
Phase1: Die Ankunft im Wald. Total langweilig und zum Vergessen. Ein bisschen Softsex und das war´s! Der Bigfoot tritt die Türe ein und klaut sich einen Toaster. Ansonsten nur oberflächlicher Leerlauf.
Phase2: Die Belegschaft zieht in den Wald, um das Viech zu jagen. Regisseur Emmett Alston tut merklich gut dran, sowohl die Action- als auch die Splatterschraube anzuziehen. Zudem sieht man den knautschgesichtigen Bigfoot erfreulich oft und der Body Count steigt.
Phase3: Das Over the Edge-Ende. Der Film dreht jetzt völlig durch. Es gibt Raumschiffe, Zombies, Menschenopfer. Bis bis dato versäumt wurde, wird innerhalb einer Viertelstunde alles nachgeholt. Splatter, schleimige Kreaturen, Oben-ohne-Models auf dem Teufelsaltar. Hier wurden alle Register des Könnens gezogen.
Zumindest der Schluss hat das Zeugs zur Legende. Der Rest ist irgendwo zwischen total konfus und gepflegter Langeweile anzusiedeln. Trotz des kauzigen Gesamteindrucks kam lange Zeit nur ein halbwegs ansprechender Film zustande. Allesspieler George Kennedy veredelte auch diesen Videotrash, Tittenmaus Michelle Bauer macht genau das wofür man sie kennt und schätzt. Die Special FX sind typischer Achtziger-Glibber-Standard mit allerhand Kunstblut und nostalgischen Gummimasken. Bevor der Schluss zum einsamen Höhenflug ansetzt, ist dieser Schinken allerdings nur mäßig originell.
5 von 10 Punkten.