Achtung, der Rasiermesser-Killer schleicht wieder um die Häuser... Sein Faible: Die Frauen aus den Sexheftchen, besagtes Utensil hat er dabei stets zur Hand... Lahmer Serienkiller-Thriller auf dem Niveau eines TV-Krimis - mit dem einen Unterschied, dass hier wesentlich mehr Damen aus der Wäsche springen.
Die erste Hälfte des Filmes ist glatt zum Vergessen: Zwischen dem ersten Mord (gleich zum Auftakt) und dem Zweiten vergeht eine kleine Ewigkeit. Alles andere dazwischen ist nichtssagendes Geplänkel. Dann begibt sich der Killernerd auf eine einsame Insel, wo ein Photo-Shooting stattfindet, um sämtliche Beteiligten ins Jenseits zu befördern.
Die Morde selbst gehen alle schnell und ratzfatz von statten. Allzu blutig wird es nicht. Kein Film für Gorehounds, aber auch nichts für Leute, die auf der Suche nach vergessenen Kultperlen sind. Bei der IMDb ist schon mal vom "Drive In-Kassiker" oder einem "exzellentem Exploitation-Streifen" die Rede, doch nichts davon ist richtig: Primär ist "Der Rasiermesser-Killer" ein ziemlich langweiliger Low Budget-Chiller, der zumindest ab der zweiten Hälfte geringfügig besser wird. Dass der Film zudem in mehrere Quasi-Kapitel unterteilt wurde, trägt weder zur Steigerung der Qualität noch der Spannung bei.
Selbst Hauptdarsteller Andrew Prine als Schlitzer ist kein Bringer. Seine Ausstrahlung ist weder morbid noch böse noch sonstirgendwie behaftet, sondern völlig belanglos. Den verklemmten Frauenhasser nimmt man ihm kaum ab.
Fazit: Früher Slasher ohne jeglichen Biss, jedoch mit etwas fragwürdigem Cult Following. Vielleicht kehrte ja bei dem einen oder dem anderem, der diesen Streifen tatsächlich mal im nächtlichen Autokino gesehen hat, etwas Nostalgie zurück. Von meiner Seites aus gerade noch vier Punkte...