In Rumänien erschlägt Radu seinen Vater, den Vampirkönig. Radu will den Blutstein in seinen Besitz bringen, der ihm zu ungeheurer Macht verhilft. Zugleich erscheinen drei Studentinnen in Rumänien. Michelle verliebt sich in Stefan, den Halbbruder von Radu. Diesen Umstand nutzt der verschlagenen Radu, um gegen seinen Bruder vorzugehen. Es gelingt ihm Lilian und Mara zu vampirisieren und dann fällt ihm auch noch Michelle in die Hände.
Es ist ein Jammer, nicht mal in den alteingesessenen Vampirgeschlechtern gibt es noch Familienehre. Hier ermordet der böse Radu erstmal seinen Vater um in den Besitz des Blutsteins zu kommen (eine Reliquie gefüllt mit dem Blut von allen Heiligen), der hier zwar keine Rolle spielt, aber bei den folgenden drei Sequels noch wichtig werden wird. Das findet sein guter Bruder Stefan natürlich nicht so dolle und schon haben wir die Besetzung für den Showdownkampf gefunden.
Pünktlich zu diesem Familienzwist treffen drei junge Studentinnen in Rumänien ein (gedreht wurde an Originalschauplätzen), die einzige Übernachtungsmöglichkeit ist dann natürlich eine alte Vampirfestung und da sie wohl weder ihren Stoker gelesen noch Hostel II geschaut haben, geht alles recht ungezwungen seinen Gang. Natürlich schnappt sich Radu zwei und macht sie zu seinen Gespielinnen, während Heldin und Love Interest zusammen mit Stefan zur Rache schreiten.
Da wir es mit einer Full Moon Produktion zu tun haben ist der Name Charles Band natürlich nicht weit. Auch hier kann er von seinem Puppen-Faible nicht lassen und läßt recht unnötig noch kleine Stop-Motion Dämonen für Radu arbeiten, die mal wieder so etwas von lächerlich aussehen und die sonst recht solide Effektarbeit doch deutlich runterziehen. Schade auch die Verschwendung von Tall Man Angus Scrimm unter seiner häßlichen Perücke mit seinen schmalen paar Minuten Leinwandpräsenz.
Bei den Vampiren gibt man sich betont traditionell. Viele Schattenspiele wecken Erinnerungen an Nosferatu und auch die Vampirmythologie ist, bis auf die 20 cm langen Finger aus denen die kleinen Dämonen entwachsen können, erfrischend altmodisch. So dürfen die Blutsauger beispielsweise nur eine Kirche betreten, wenn sie zuvor explizit eingeladen wurden. Auch die Location und angekettete Heldin entspricht eher den alten Vorstellung, ebenso Anders Howe, der mit seinem Make-up eine durchaus bedrohliche Figur darstellt.
Subspecies ist jetzt sicher nicht die Krone der Vampirfilme, bietet aber doch ansprechende Unterhaltung und hat ja sogar noch drei Sequels nach sich gezogen. Für die doch begrenzten finanziellen Verhältnisse von Full Moon kommt da fast schon das Maximum heraus.
6/10