Review
von Leimbacher-Mario
Radu rockt!!!
„Subspecies“ ist im Normalfall keine der ersten Vampirgeschichten, die einem zu dem Thema einfallen. Trotz all seiner Fortsetzungen. Und Full Moon ist/war nicht gerade bekannt für qualitativ und atmosphärisch hochwertige Filmkunst. Und dennoch hat „Subspecies“ sehr viel, was dem geneigten Freund von Blutsaugern und Draculas Nachfahren gefällt. Sehr sogar. Eine kleine, sichtbar kostengünstig produzierte aber dennoch sehr effektive Perle der blutigen Fangzahnfraktion. Full Moon hat meiner Meinung nach nie etwas Dichteres und Kompletteres abgeliefert. „Subspecies“ ist weit entfernt von so manch einer (solide) kopierten Billigproduktion des Hauses. Wir folgen drei amerikanischen Studentinnen in einem osteuropäischen Land, in dem Vampire alles andere als Staub und Legenden sind...
Warum ist mir „Subspecies“ sympathisch? Denn genau das ist er. Nicht mehr, nicht weniger. Kein super Film oder Must See, eindeutig mit Mängeln in Sachen Tempo und Höhepunkte. Aber ich mag ihn. Wegen seiner drei Grazien im Mittelpunkt. Wegen dem „transsilvanischen“ Flair, immerhin an für Hollywood ungewöhnlichen Orten und fast „Originalschauplätzen“ gedreht. Und vor allem wegen Radu, ein hässlicher aber sehr sehenswerter Nosferatuverschnitt, den man nicht so schnell vergisst und der meiner Meinung nach am Tisch der ganz Großen Vampirkollegen sitzen könnte. Vom bleichen Make-Up über seine langen Finger bis zu seiner animalischen Art Blut zu saugen - von Kinski bis Lee sind da etliche gelungene Einflüsse zu sehen. Nie zu drüber, immer am Limit. An die Tafel der Legenden darf er dann auch gerne seine kleinen „Teufelchen“ und Helferlein mitbringen, die zwar budget- und ärabedingt eher suboptimal aussehen, aber ebenfalls ganz süß und drollig zumindest im Kopf bleiben. Sie könnten ja Kellner oder Köche spielen.
Fazit: „Subspecies“ ist nur vom Budget her subpar. Ansonsten eher super. Ok, das ist vielleicht zu viel. Aber definitiv ein knackiger Vampirsnack, den viel mehr Leute kennen sollten. Einer von Full Moons Besten. Was auch immer das heißen mag. Allein wegen Radu!