So eine Autopanne kann ungeahnte Folgen haben. Das bekommt Woody bald zu spüren, der mit einem kaputten Reifen an einer verlassenen Tankstelle ankommt, an welcher sich merkwürdige und tödliche Dinge abspielen. Auch seine Freunde sind mit einem defektem Vehikel gestraft und finden sich alsbald im Puppenmuseum des Mr. Slausen wieder. Die Gruppe schwebt bald in Gefahr, denn von den Wachs- und Schaufensterpuppen scheint irgendwas Bedrohliches auszugehen.
Der von David Schmoeller inszenierte Gruselstreifen bietet in seiner ersten Hälfte mit den schaurig agierenden Puppen ein paar atmosphärische Szenen. Die Ankunft im Museum, das Aufeinandertreffen mit Mr. Slausen und manche Merkwürdigkeit, die sich dann in der einbrechenden Nacht ergibt - „Tourist Trap“ hat so seine Momente. Leider schleichen sich dann in der zweiten Hälfte einige Längen ein. Zwar dreht der Streifen noch etwas an der Psychopathenschraube und ist um Dramatik bemüht, dafür fehlt der Inszenierung und Darbietung allerdings die Kraft. Das gibt das Ensemble nicht ausreichend her, obwohl die Leute hier zweckdienlich, aber eben nicht eindrücklich agieren. Dazu taucht der Schurke teils zu abwegig schnell an manchen Orten auf, ist zu geschwätzig und Härten sucht man hier mit der Lupe.
„We're going to have a party!"
Die Touristenfalle hat ihre Momente und eine ab und an bizarre Atmosphäre. Gerade in der ersten Hälfte baut er zwar keine überbordende, aber passende Stimmung auf, die einen dranbleiben lässt. Dafür tritt er mir später zu oft auf der Stelle und liefert einen Twist, der keiner ist. Insgesamt zu redselig und wenig graphisch, dazu eine Handvoll Kills und die Erinnerung an manch anderen Genreklassiker. Mit zunehmender Laufzeit und abnehmender Spannung wir aus „Tourist Trap“ letztlich ein nur mediokrer Genrebeitrag. Eigen und etwas seltsam, aber kein Highlight.