Wieder einmal ein deutscher Filmtitel, der in die Irre führt. Denn von einer Invasion Außerirdischer kann man hier nur bedingt sprechen, suchen doch die fremden Wesen eher Schutz bzw. ein neues Zuhause, nachdem ihre Welt durch eine dreifache Supernova zerstört wurde. Aber auch der Originaltitel "The day time ended" ist nicht viel besser, denn am Ende läuft die Geschichte weiter, die Zeit endet nicht, nein, es wird sogar eine neues, ein besseres Kapitel aufgeschlagen.
Bis wir dahin aber kommen, erleben wir einen durchaus unterhaltsamen, wenngleich häufig unlogischen Film.
Eine Familie beschließt der Stadt den Rücken zu kehren und ausgerechnet in der Mohaje-Wüste ein Haus zu bauen (die Erschließungskosten für dieses Grundstück müssen astronomisch gewesen sein). Der Vater (Christopher Mitchum) liefert seine Familie beim Großvater (Jim Davis, bekannt aus der TV-Serie "Dallas") ab, um dann zu wichtigen Geschäften nach L.A. zu verschwinden. Ein wichtiger dramaturgischer Kunstgriff (;-)), denn so kann der Regisseur im Folgenden quasi als Parallelhandlung die verzweifelten Versuche des Vaters wieder zu seiner Familie zu gelangen, darstellen. Das wird wichtig, denn nicht nur erscheinen am Himmel ungewöhnliche Lichteffekte, die Tochter Jenny (Natasha Ryan) bekommt zudem Kontakt mit einer außerirdischen Spezies (die sich immer wieder durch ein grünes Flackerlicht ankündigt). Im Laufe der Nacht bricht nicht nur der Vater in L.A. auf, um zurück zu seiner Familie zu gelangen, die Zurückgebliebenden müssen es in der Zwischenzeit mit einer Reihe von heftigen Lichteffekten, verschiedenen Beben und dem Auftauchen zweier Monster (im Film als Dinosaurier bezeichnet, diesen aber in keinster Weise ähnlich) aufnehmen (dabei erweist sich eine Mistgabel als sinnvolle Waffe). Woher diese Monster kommen, weshalb ein fliegendes Teleobjektiv die verbliebenden Personen bedroht, wird ebenso wenig erklärt wie die Zeitverschiebungen, denen die Familie zwischenzeitlich ausgesetzt ist. Am unerklärlichsten bleibt jedoch das Ende des Films, dort bekommt die Familie - inzwischen mit dem Vater vereint - die Perspektive eines neuen Lebens in einer neuen Welt. Wieso, weshalb, warum bleibt dabei aber ungeklärt. Hier hätte man sich vom Drehbuchteam und vom Regisseur am Ende die Zeit für eine genauere Einordnung der Geschehnisse gewünscht. Trotz der gerade die Logik des Films betreffenden kritischen Anfragen ist dies ein recht unterhaltsamer Film, der den Zuschauer nicht langweilt (obwohl diie schauspielerische Leistung nicht zu dem Besten gehört - es sind halt Seriendarsteller...).