Die Puttermans sind eine recht verschrobene Familie. Sie leben in einer Villa außerhalb der Stadt. Im eigenen Atombunker lebt der Großvater - ein Kriegsveteran, der als einziger einen guten Draht zum Jüngsten der Familie hat. Die Teenie-Tochter hat gerade ihre Punkphase und die Eltern interessiert das alles überhaupt nicht. Sie freuen sich auf neue Sex-Abenteuer, denn sie sind begeisterte Swinger. Die neuste Errungenschaft des Hauses ist eine riesige Satellitenschüssel, mit der sie mehrere tausend Sender empfangen können. Doch gibt es bei dem Steuergerät einen Kurzschluss und so empfangen die Puttermans Signale aus dem Tiefen des Weltalls auf.
Von der Konstellation Charles band und Ted Nicoleau erwartete ich im vornherein nicht wirklich. Das Budget ist ja gewohnt begrenzt, die Trickeffekte auch nicht wirklich so berauschend, aber komischerweise funktioniert diese SciFi Horror Parodie für diese Verhältnisse doch erstaunlich gut. Das die Sache keineswegs ernst gemeint ist merkt man schon als im Teaser der Erzähler irgendetwas von einer Mutanten Zerkleinerungseinheit auf dem Planeten Pluton faselt und wir dann auch noch die Familie Putterman kennenlernen, die aus einem Topf entwachsen scheinen, in dem man vorher die Bundys und die Addams Family geworfen hat.
Spätestens als dann via Blitzstrahl ein Monster Marke Latex Körper und Tentakelauge via TV in die geschmacklose Luxusvilla gebeamt wird und anfängt die Bewohner zu verspeisen ist der Trash perfekt. Zwar ist nicht jeder Gag ein Brüller, aber allein schon die zahlreichen ultraschrägen Charaktere sorgen für einen gewissen automatischen Grinseffekt. Das Geschehen spielt sich alles in einer Nacht und währenddessen geben sich ein Elvira Verschnitt, Punkertochter nebst tumben Freund, ein waffenstarrender Opa, die Eltern im Swinger Modus, ein verfressenes Alien im Hündchen Stil und ein Bub mit MG ein munteres Stelldichein.
So ein Script kann zwar mit Volldampf in die Buchse gehen, aber in den 80ern war sowas ja noch erlaubt und zumindest mir macht es heute auch noch Freude. Es ist eben einfach ein Sammelsurium an trashigen Klamauk, das man eben als belanglosen Kinderkram abtun kann, oder eben sich mit einer Tube Gerstensaft und dem Hirn in Standby Funktion einen schönen Abend machen. Zumindest beweist es das Charles Band Spaß machen kann, wenn er mal nicht ständig sein Killerpuppen Lieblingsthema runternudelt.
7/10