Herbie ist wieder da! Der ahnungslose Hank Cooper gewinnt den unscheinbaren Volkswagen Käfer in einer Lotterie und kommt schon bald in den Genuss von Herbies geheimen Künsten. Kaum sitzt Hank hinterm Steuer, dreht der Volkswagen auf und frönt seiner großen Leidenschaft: Autorennen. Hank kann es nicht fassen, Herbie gewinnt und schlägt die stärksten Gegner aus den Rennen. Vor allem aber muss sich der flotte Käfer gegen den miesen Simon Moore III. zur Wehr setzen. Der Rennfahrer bastelt an einer Herbie-Kopie, die dem Käfer das Autoleben zur Hölle machen soll. Keine Frage, dass Herbie und Hank sich das nicht bieten lassen können.
17 Jahre nach seiner letzen Wiedergeburt kehrt der tolle Käfer als ein TV Aufguß zu seinem fünften Abenteuer auf die Mattscheibe zurück. Mit neuem Besitzer, aber den alten Tricks wie auf Hinterrädern fahren oder aus dem Stand aufbocken, darf sich das Paradestück deutscher Nachkriegs Ingenieurskunst wieder auf die Straßen und Rennpisten wagen und sogar Hank mit seiner ehemaligen Flamme wieder zusammenbringen. Immerhin erfährt der Zuschauer einiges über die Entstehungsgeschichte des Vehikels mit dem Eigenleben und lernen sogar den damaligen Erbauer kennen, der praktischerweise mittlerweile grad um die Ecke wohnt.
Dieser baut sogar im Auftrag des hinterlistigen Schotten Moore einen neuen Herbie, allerdings die böse Ausgabe seiner selbst, der nicht aus Zufall diverse Ähnlichkeiten mit der Maske von Darth Vader hat und wie schon bei Knight Rider steht der Zweikampf der beiden ganz im Zeichen des Mottos guter Käfer vs. böser Käfer. Zwar gibts im ersten Aufeinandertreffen für Herbie mächtig aufs Blech, aber die gemeinsamen Kräfte der Achse der Guten gibts ein Comeback und schließlich das große Rennen um Leben oder Tod einer der beiden Karossen.
Diese verläuft einigermaßen spannend ohne jetzt irgendwie spektakulär zu wirken, die Aufnahmen werden gerne mal hochgespeedet und auch der Einsatz von ausfahrbaren Klingen a la Ben Hur, Boden-Boden-Granaten und dem Einsatz von Hochleistungslasern (was zum lustigen Schlußeinlauf 1. Herbie 2. Bösauto 3 Herbie führt) ist zwar nett, aber nicht wirklich kinotauglich. Immerhin gibts ein Gastauftritt von Dean Jones, der in den vorherigen eilen den Pedalbediener Herbies spielte, so Cameoauftritte sind doch immer etwas schönes.
Die Darsteller geben sich insgesamt auch keine Blöße, das Bruce "Ash" Campbell durchaus ein gesundes Humorverständnis hat, bewies er ja nicht zuletzt in My Name is Bruce und spielt seine Rolle gewohnt knuffig. Mumiensidekick John Hannah darf hier mal seinem Drecksautrieb freien Lauf lassen und gibt den schmierigen Rennfahrer schön hassenswert. Die Story ist allerdings nicht mehr so ganz zeitgemäß, aber immerhin mit Herz präsentiert.
Man kann jetzt zwar nicht gänzlich sagen das bei Wolfburgs Beitrag Hollywoods der Lack gänzlich ab ist, aber mehr als eine familienkompatible Standardgeschichte mit hin und wieder einigen Grinsern kam nicht dabei raus.
5/10