Review

Fortsetzung des recht netten B-Schockers " The Dentist " von 1996. Sonderlichen Ruhm handelte sich Regisseur Brian Yuzna da nicht ein, trotzdem gab es eine Fortsetzung, welche aber mit deutlich weniger Budget gedreht wurde. Doch das Niveau des Erstlings kann man hier durchaus mitgehen, welches aber zugebenerweise nicht sonderlich hoch angesiedelt war.
Story:
Zahnarzt Dr. Feinstone ( Corbin Bernsen ) ist in der Klappsmühle gelandet, doch er kann entkommen. Als Laurence Caine mietet er sich wieder eine Zahnarztpraxis in einem kleinen Dorf. Die Dorfbewohner sind zunächst begeistert von seinen Fähigkeiten, doch Feinstone zeigt bald sein wahres Gesicht, als ihm ein paar Leute auf die Schliche kommen. Auch seine verunstaltete Ex Frau taucht bald auf und bald schwingt Feinstone wieder fleissig und blutig den Bohrer.

Während der Plot in Teil eins noch neu war, so wirkt er hier schon etwas verbraucht. Auch ist es etwas unklar, wie man aus der Klappse fliehen kann und sich dann einfach so in einem kleinen Ort niederlassen kann, ohne dass die Polizei nur ansatzweise Verdacht schöpft. Auch mit einigen kleinen Längen hat der Film zu kämpfen, denn es muss ja mal wieder eine Lovestory aufgebaut werden und dies baut man hier zu stark aus.
Doch da fast jeder Mensch Angst vor dem Zahnarzt hat, verfehlt der Film trotzdem seine Wirkung nicht. Und es wird wieder ordentlich gebohrt, noch mehr und viel blutiger als im Erstling. Vor allem bekommt man alles in Nahaufnahme präsentiert und da sind schon einige sehr eklige und blutige Szenen bei, da sticht zum Beispiel die grausame Folterung der kleinen Dicken heraus, als Feinstone den Nerf freilegt. In Punkto Gore wird man bestens bedient und man sollte sich den Film wirklich nicht anschauen, bevor man zum Zahnarzt muss. Ein kleines Manko ist auch die Spannung, welche wirklich nur vorhanden ist, wenn Feinstone in Aktion tritt, ansonsten herrscht jedoch Leere.
Den Score hat Yuzna gerade vom Original übernommen, ist billiger und die Sounds haben auch gut gepasst.
Corbin Bernsen ist wieder unfehlbar als wahnsinniger Zahnarzt, neigt hier jedoch manchmal zum overacting. Die restlichen Darsteller kann man lassen.

Fazit:
Mit Längen behafteter Schocker, welcher seine Wirkung aber nicht verfehlt. Die Goreszenen sind klasse in Szene gesetzt und fast alles wird in einer Nahaufnahme präsentiert. Trotzdem kann Spannung nur bedingt aufkommen. Die Darsteller agieren auf solidem Niveau.
Kann man sich ohne Bedenken ansehen, aber Yuzna hat schon Besseres abgliefert.

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