Dr. Feinstone, der Zahnarzt, ist zurück. Er ist aus seinem Exil, der psychiatrischen Anstalt, geflüchtet und „übernimmt" eine Praxis auf dem Land. Einige der Bewohner des Städtchens kommen allerdings seiner makabren Vergangenheit langsam auf die Schliche und werden in der Folge einer Zahnoperation unterzogen - und die geht auf Kosten des Hauses.
Dentist Teil 2 braucht leider etwas zu lange, bis er an Fahrt gewinnt. In der ersten Stunde mangelt es an Toten. Dem Fan des ersten Teils wird das nicht genug sein, denn dort hat sich Dr. Feinstone früher entschließen können, zu operieren. Wenigstens setzt er in punkto Wahnsinn jetzt noch eins drauf. Hat er in seinem alten Leben die Psychosen und Wahnvorstellungen noch halbwegs unter Kontrolle und managt das von ihm angerichtete Massaker in seiner Praxis geschickt und patientenfreundlich, so verliert der Kultdoktor nun endgültig alle Kontrolle, empfindet die Welt noch viel schmutziger als je zuvor und lässt sich schließlich sein Blutbad ein.
Corbin Bernsen spielt den Psychopathen ein weiteres Mal oscarreif. Ein brillanter Schauspieler, der zu unrecht etwas unbekannt ist! Er hätte durchaus den Kultstatus eines Jeffrey Combs verdient, der ihm aufgrund des etwas mäßiger erfolgreichen zweiten Parts um den fetzigen Zahnarzt leider verwehrt bleiben wird. Seine kultige Darstellung des Doktors rettet das etwas schwache Plot über die erste Stunde des Films. Sobald Feinstone allerdings dann endlich durchdreht, nachdem ihn seine Mitmenschen lange genug mit ihren Belanglosigkeiten genervt haben, wird es blutig. Da werden Zähne zu Staub zermahlen und kostenlos ein breiteres Lächeln geschenkt. Hier bleibt garantiert kein Äuglein trocken. Schade nur, dass der Bodycount etwas dürftiger ausfällt als beim Vorgänger. Das zu lange nur so vor sich hinplätschernde Geschehen hätte gerne durch den ein oder anderen zahnpflegefaulen Patienten etwas aufgepeppt werden können. Der zweite Teil lebt mehr von seinen Dialogen als vom Gore.So bleibt „The Dentist II" ein leckerer, aber streckenweise etwas langwieriger Happen für den Spaßhorrorfreund, der allerdings, wie bei Teil 1, keine Angst vorm Zahnarzt haben sollte. An seinen Vorgänger reicht er leider nicht heran.