Dr. Feinstone (in prächtiger Spiellaune: Corbin Bernsen) ist zurück. Nach gelungener Flucht aus der Klapse lässt er sich in Missouri nieder & nennt sich Dr. Larry Caine. In der Kleinstadt Paradise gefällt es ihm, das ist ein nettes & freundliches Nest, sauber & ohne Sünde. Mit Doc Burns (Jim Antonio) hat das Städtchen bereits einen Zahnarzt & obwohl Feinstone den Job gar nicht anstrebt, reißt er die Praxis eher widerwillig via feindliche Übernahme an sich. Außerdem bandelt er mit der Künstlerin Jamie (Jillian McWhirter) an, nicht ahnend, dass seine Ex-Frau Brooke (Linda Hoffman) nach Rache lechzt & einen Detektiv auf ihn angesetzt hat.
The Dentist II, erneut von Brian Yuzna inszeniert, bietet mehr vom gleichen, ist also ein Nachschlag für alle, die vom geistesgestörten Zahnarzt nicht genug kriegen können. Denn natürlich brennt beim guten Doc bald wieder die Sicherung durch & er zerfetzt entschlossen Zähne mit Bohrer, stochert an freigelegten Nerven rum, reißt Zähne ohne Betäubung ("Hast du gelogen, wird gezogen.") & jagt Spritzen tief ins sensible Zahnfleisch. Das ist einerseits sadistisch & garstig, andererseits aber auch ausreichend drüber, sodass ich das Zahn-Gemetzel nicht wirklich ernst nehmen konnte.
Wenn dann auch noch seine innere Stimme "Zeig ihr den Feinstone!" schreit, der gute Doc trockene One-Liner raushaut ("Zähne ziehen ist wie... wie Zähne ziehen.") & "das totale dentale Erlebnis" anpreist, dann bleibt (bei mir zumindest) kein Auge trocken. Überraschungen & originelle Ideen halten sich in Grenzen, wenngleich der surreale Albtraum (mit Rasiermesserzähnen & einer seeehr langen Zunge) ein Hingucker ist. In kleinen Rollen sind Wendy Robie & Clint Howard mit dabei & das Ende ist meiner Ansicht nach sehr gelungen.