Review

Das ist er also: der erste Versuch einer Realverfilmung von "Spider-Man".
Dass die Spezial-Effekte in den 70ern aber noch nicht ganz so ausgereift waren wie sie heute sind, und dass man damals auch noch nicht 20 Millionen Dollar für einen Film ausgab, merkt man dem Ergebnis dieses Versuchs aber gewaltig an.

Im Klartext: Spider-Man wird hier (wie Batman in "Batman hält die Welt in Atem") so unwahrscheinlich billig, plump und lächerlich in Szene gesetzt, dass nicht mehr viel von dem comic-haften Flair der Actionfigur übrig bleibt.
Die Trash-Gemeinde hat aber eine neue Ikone gewonnen.

Die Story: Im ersten Teil der dreiteiligen Spiderman-Spielfilm-Reihe der 70er wird der trottelige Student und Möchtegern-Fotograf Peter Parker von einer radioaktiv-verseuchten Spinne gebissen. Schnell bemerkt er, dass ihm der Biss übermenschliche Kräfte verliehen hat. Um unerkannt zu bleiben zwängt er sich in ein hautenges Spinnenkostüm und sagt dem Verbrechen den Kampf an.
Zeitgleich treibt ein Unbekannter in der Stadt sein Unwesen, der unschuldige Bürger mittels Gehirnwäsche dazu bringt, Verbrechen zu begehen.
Spider-Man schreitet tatkräftig ein...

Der erste Teil ist auch ungefähr der beste der dreiteiligen Filmreihe, obwohl er auch, wie die folgenden Teile, unter einer unheimlich langweiligen Story, den nervigen Darstellern und der wenigen Action leidet.
Besonders negativ fällt auf, dass Spider-Man hier keinen übernatürlichen Superschurken zum Gegner hat, sondern sich lediglich mit ein paar Ganoven rumschlägt.

Allerdings hat das Filmchen dennoch einen gewissen Scharm, den es den unterirdisch schlechten FX verdankt:
Spider-Man klettert hier sichtbar an Schnuren befestigt die Wände hoch und runter oder krabbelt auf einer zweidimensionalen Häuserfassade herum. Viele der Kletter-Szenen wurden auch, wahrscheinlich um Kosten zu sparen, mehrere Male wiederholt und tauchen auch teilweise in den folgenden Teilen auf. Billiger geht's nimmer!

Einige lächerliche Faustkämpfe, viele dämliche Dialoge und ein flippiges 70er-Jahre-Flair tragen auch ihren Teil dazu bei, dass dieses Filmchen in den Trash-Charts ganz weit oben anzusiedeln ist.

Fazit: Lähme Comic-Verfilmung, die hauptsächlich wegen ihres hohen Trash-Faktors und ihrer unfreiwilligen Komik sehenswert ist. Trash-Fans wird's Freude machen, alle andern werden sich aber zu Tode langweilen.

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