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"Das Böse III" ist die konsequente Weiterführung vom zweiten Teil. Wieder steht der zum Glück weitaus sympathischer gezeichneter Reggie Im Vordergrund, der mittels ausgefallener Waffen die Action dominiert. In der besten Tradition der Sequelgeschichte, gibt es alte Feinde, neue Freunde. So gesellen sich zu Reggies Kreuzzug der clevere Junge Tim und die Martial-Arts-Kämpferin Rocky hinzu. Mike (wieder dargestellt von A. Michael Baldwin) währenddessen wird eine andere Rolle zugedacht.

"Das Böse III" ist wie gesagt genau so ein intelligenter wie spannender Genremix, wie schon der Vorgänger. Die Mischung aus Horror, Fantasy, Roadmovie und Action wird durch gelegentliche Splattereinlagen gewürzt, während ein paar coole Sprüche das ganze abrunden. Neu hinzukommt die eigenartige Verbindung Mikes zu dem Tall Man. In eher undurchsichtigen Szenen kann Mike zwischen Raum und Zeit wandeln, und scheint sogar ein bedeutender Teil im Plan des Tall Mans zu sein. Unterstützt wird er von seinem totgeglaubten Bruder Jody. Regisseur Coscarelli hatte die wahnwitzige Idee Jody in eine der Eisenkugel des Tall Mans wieder auftreten zu lassen.

Mit all diesen bizarren Versatzstücken wird der dritte Teil zu einem Erlebnis für diejenigen, die die ersten beiden Teile bereits kennen. Neueinsteiger werden vermutlich mehr als nur verwirrt sein. "Das Böse III" bleibt qualitativ auf der selben Höhe wie schon seine Vorläufer. Coscarelli vermeidet es, sich zu sehr zu wiederholen oder überflüssige Klischees einzubauen. Er konzentriert sich auf eine endzeitlich anmutende Atmosphäre und seine (mittlerweile liebgewonnenen) Charaktere. Abgewertet wird der dritte Teil nur, durch die eher durchschnittlichen Szenen mit Mike, in denen wohl noch die fantastische Surrealität des ersten Teils wieder aufblitzen soll, diese aber nur Verwirrung und Desorientierung stiften.

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