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Einige Jahre nach den unheimlichen Vorkommnissen im Morningside-Institut treibt es Mike und Reggie, die inzwischen erwachsen sind, wieder zurück, um den "großen Mann" endgültig zu besiegen. Doch dieser unheimliche Kerl ist nicht ihr einziger Gegner, er hat mittlerweile eine ganze Armee von silbernen Kugeln und Untoten, die ihm im Kampf zur Seite stehen.

Der dritte Teil der Phantasm Reihe geht gleichzeitig Back to the Roots und beschreibt neue Wege im Tall Man Imperium. Nach der Pause im zweiten Teil übernimmt zum einen wieder Michael Baldwin die Rolle des Mike, die hier allerdings sehr kurz und mysteriös dahekommt. Zum anderen taucht sein Bruder Jody (sogar repräsentiert durch den damaligen Darsteller) als in einer der Silberkugeln gefangener Geist wieder auf. Die Neuerungen find ich etwas weniger gelungen, es wird versucht das ganze Geschehen durch wenig lustigen Humor ein wenig aufzulockern. Auch die neuen Sidekicks sind von der eher nervigen Sorte. Reggie muß sich nämlich ohne Mike dem Tall Man stellen, da dieser ihn kurzerhand entführte. Im Laufe der Reise stößt eine Nunchako schwingende Amazone und ein waffenerprobter, autofahrender ca. 10 jähriger Rotzlöffel dazu, der nebenbei ein wenig Kevin allein zu Haus nachspielt (Auch in Teil eins gab Mike einen Jungcharakter von dieser Sorte ab, versucht da Signore Coscarelli seine Kindheitsträume auszuleben?).
Leider hatte ich mal wieder nur eine FSK 16 Version zur Ansicht bei der eine ganze Reihe von Zensurschnitten auffielen, die wenigen verbliebenen Effekte waren aber von der ordentlichen Sorte. Die Story des dritten Teils knüpft wieder nahtlos an das Ende des Vorgängers an. Reggie versucht als Solist die Bedrohung des Tall Mans zu eliminieren. Die Erzählstruktur ist dabei wirr wie immer und für jede Frage die der Film über den großen bösen Mann beantwortet, werden mindestens zwei neue aufgeworfen. So darf man hier sogar mal einen Blick in das Innenleben der Killerkugeln genießen und erfährt nebenbei auch noch, das doch unwesentlich mehr als nur ein einziger Tall Man in der fremden Paralleldimension existieren.
Der dritte Teil der Story ist der für mich bisher schwächste, Angus Scrimm kommt mit seiner Rolle hier eindeutig zu kurz, da sehr viel Zeit für die Einführung der neuen (eigentlich überflüssigen) Charaktere draufgeht, die dann noch nicht mal besonders schauspielen können. Bannister und Scrimm sieht man mittlerweile noch deutlicher an, das Teil 1 zum Drehzeitpunkt auch bereits 15 Jahre zurücklag. Wenigstens gibts zum Finale den Phantasm patentierten Cliffhanger, das eine der Hauptpersonen von hinten von den Mächten der Finsternis weggezogen wird. Dennoch würde ich Das Böse III nur noch im cineastischen Mittelmaß einordnen, anschaubar aber kein Megahit.
5/10

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