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Die Geschichte um den Tall Man, welche schon 2 Vorgänger hervorbrachte, geht mit Phantasm 3 – Lord of the Undead nun in die dritte Runde. Dritte Teile sind ja oft ein Wendepunkt in der Geschichte, bzw. in der Erzählweise. In Halloween 3 verzichtete man komplett auf Michael Myers und in Nightmare on Elm Street 3 setzte man eher auf Komik als auf blanken Horror. Wie wird nun Phantasm 3 mit seiner Aufgabe umgehen??

Nach der Flucht am Ende von Teil 2 wird Mike relativ schnell vom Tall Man entführt. Reggie bleibt also nichts anderes übrig als sich selber auf die Suche nach dem Tall Man und seinem Kumpel Mike zu machen. Dabei bekommt er unerwartet Hilfe vom Tod geglaubten Jody, welcher in einer der Kugeln weiterlebt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche und wollen dem Tall Man ein für alle Male ein Ende bereiten.

Teil 3 führt die Geschichte von Teil 2 konsequent weiter, verzichtet aber leider genauso wie Teil 2 darauf, die Geschichte um den Tall Man näher zu beleuchten, was sehr schade ist. Hier wäre der größte Spielraum gewesen. Ansonsten ist die Geschichte ganz nett und wird rasant erzählt. Storytechnische Höhepunkte sollte man sich aber nicht erwarten. Die Schauspieler sind wirklich sehr gut. Nachdem man in Teil 2 auf einen anderen erwachsenen Mike gesetzt hat, kommen in Teil 3 alle bekannten Schauspieler zurück. Reggie, Jody und Mike werden von den gleichen Schauspielern wie in Teil 1 verkörpert, was für Fans der Reihe ein großes Plus sein dürfte. Auch die restliche Cast ist sehr gut. Angus Scrimm als Tall Man kriegt für meine Verhältnisse etwas zu wenig Screentime, aber wenn man ihn sieht dann tut er alles um dem Zuschauer Angst und Schrecken einzujagen.

Die Kamera stellt nochmal eine Steigerung zum Vorgänger dar. Vieles wirkt nun noch besser und professioneller als in den beiden Vorgängern. Auch die Verfolgungsjagd welche man in der Mitte präsentiert bekommt ist sehr gut aufgenommen worden. Musikalisch bleibt alles wie gehabt. Der Score hält sich recht nahe an den des Vorgängers und kann daher genauso punkten. Bei den Effekten bekommt man wieder viel Abwechslung geboten. Über Blut bis hin zu Schleim und gelber Flüssigkeit ist alles vertreten. Im Vergleich zu Teil 2 kommt das alles aber eher lustig daher, wodurch es nicht ganz so heftig ist wie im Vorgänger. Nichts desto trotz dürften sich Gorehound sehr gut unterhalten fühlen.

Fazit: Würdiger Nachfolger, einer bisher sehr guten Reihe. Für Fans Pflicht, der Rest sollte sich diesen Teil nur mit Vorkenntnissen anschauen. Original Schauspieler, lustige Einfälle und gute Effekte machen den Film zu einer runden Sachen.

8/10 Punkten

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