Review

High Noon in Trashcity

Selbst für Full Moon ist „Oblivion“ aka „Alien Desperados“ ein volles Fondue der vordersten Trashfront. Western, Sci-Fi, Horror, Comedy, Fantasy. Alles drin, alles dran. Und das für'n Appel und 'n Ei. Näher an TV als an Kino. Viel näher. Das konnten zu der Zeit fast nur Charles Band und seine Konsortien… „Oblivion“ erzählt von einer einsamen Westernstadt, die von einem Alienbanditen terrorisiert wird - bis ein Sohn der Stadt Rache schwört zwischen Cyborgs, Echsenmenschen und Peitschenladies…

Cowboys vs. Aliens: Demake 

Für mich ist „Oblivion“ samt seinem kompletten Kosmos einer der liebenswürdigeren, kauzigeren Filme von Full Moon. Zwischen Karneval, Fernsehen und Trashfest. Ein knuffiger Genremix. Wie ein TV-Pilot, wie Alaaf bei Full Moon, Western trifft Sci-Fi, The Real Shit trifft Parodie. Erstaunlich viele bekannte Gesichter bis Legenden an Bord, von Meg Fosters stahlblauen Augen über Trekkie George Takei bis zu Issac Hayes' Bass. Gefühlt gedreht in der Westernstadt eines Freizeitparks. Gefühlt mit zu vielen Figuren. Gefühlt ohne echte Helden, Spannung und Fallhöhe. Und trotzdem macht’s eben die putzige Mischung - wenn Echsenmenschen gegen Pistoleros kämpfen oder Laserkanonen Whiskeyflaschen zerschiessen… 

Fazit: bunter und bescheuerter Genremix zwischen „Firefly“, Travestieshow, „Galaxy Rangers“ und verlorenem TV-Serienpilot der 90er… Trashig, trantütig, toll. Irgendwie. Da gucke ich mir die Fortsetzung doch auch gleich an…

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