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Es wird gerockt, es wird gestorben, es wird gelacht - so muss ein perfekter Partyfilm aussehen. "Ragman" ist so einer. Natürlich ist die Story alt, natürlich gibt es hier keine Topdarsteller, aber dafür gibt es einen hohen Unterhaltungswert, spitzen Musik, und eine große selbstironische Grundtendenz.

Die Story erinnert etwas an "Shocker" der aber erst 3 Jahre nach "Ragman" entstanden ist. Nur das es hier kein Schwerverbrecher ist der mittels Elektrizität die Menschen meuchelt, ihr ist Sammy Curr, seines Zeichens Heavy Metal Musiker, erfolgreich und damit bei der Erwachsenenwelt und dem Spießertum schon mal gleich als Satanist, Kinderschreck und sonstigem üblem Grobzeug abgestempelt. Sammy stirbt und sein größter Fan, der sich selber Ragman nennt erhält von macho Man Randy Savage, oh ne halt, das ist ja KISS Sänger Gene Simmons, die letzte Tonbandaufnahme seines Idols. Die spielt sich selber Rückwärts ab und kann zu dem den toten aber doch recht aktiven Musiker jederzeit aus dem Äther beamen. Der macht sich dann auch bal auf um seinen Spaß zu haben und letztlich ist es natürlich Ragman der den Musikus in den Himmel oder sonst wo hin befördern muss.

Diese Story schreit natürlich förmlich nach guter 80er Jahre Rockmusik. Härtere Töne sollte man zwar nicht erwarten, aber zumindest gibt es auch so einen netten Soundtrack. Dazu kommen natürlich noch die Auftritte von Gene Simmons, als Radiomoderator und, ganz groß und an Selbstironie nicht mehr zu überbieten, Ozzy Osbourne als Fernsehprediger, der die Rockmusik als Satanswerk und verdammenswürdiges Übel betrachtet.

Die Story hat ordentlich Schwung, verliert nie ihr einziges Ziel, die Unterhaltung, aus den Augen und bietet so gut wie keine Längen. Am Anfang ist das Ganze zwar mehr Highschool Komödie, aber am Ende zu bewegt man sich immer mehr in Richtung Horror, verliert aber auch hier nie das Augenzwinkern und die Ironie aus den Augen. Aber bitte nicht falsch verstehen, der Film ist keineswegs eine Komödie, man darf also auch als Fan der 80er Jahre Horrorfilme im Stil von "Nightmare on Elmstreet" und "Halloween" zugreifen. Auch wenn der Film dann doch noch eine Liga darunter spielt. Das verleugnet er dafür aber auch nie und gibt nie vor mehr zu sein, als das was er ist.

Die Effekte sind nicht sonderlich blutig, es gibt keine großen Metzelorgien und das etwas an Carrie Erinnernde Ende bietet zwar lustig Explodierende Schüler aber auch hier gillt, kein Gore. Dafür gibt es immer mal wieder etwas Spannung und viel Tempo. Marc Price als Ragman spielt ordentlich und bringt den Au?enseiter Metal Fan sympathisch rüber.

"Ragman" ist wirklich ein reiner Partyfilm, den man locker als Opener auf jedem Filmabend, bevorzugt natürlich zu Halloween, bringen kann ohne die Stimmung zu killen. Ganz im Gegenteil in geselliger Runde und mit etwas Bier zur Hand ist dieser Film einfach gute alte 80er Jahre Metal-Horror-Unterhaltung. Anschauen und Spaß haben. 7 von 10 Punkten.

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