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„Der Idiotenzwinger“ dürfte der erste Film gewesen, den ich vom italienischen Komödienfilmer Mariano Laurenti („Flotte Teens jetzt ohne Jeans“) gesehen habe. Und, oh mein Gott, ich glaube, das hätte ich lieber bleiben lassen. Denn wer diesen Film, den Laurenti 1980 nach einigen Sexklamotten u.ä. auf das Publikum losgelassen hat, bis zum Ende übersteht, wird vermutlich selbst reif für die Klapse (alias „Idiotenzwinger“) sein…

Lino Banfi („Ich polier‘ dir deine Glatze“) spielt den Leiter eines Irrenhauses, der auf die Hirngespinste seiner Patienten eingeht und sie im Glauben lässt, Napoleon, Rommel etc. zu sein, weil er gut an ihrer Verwahrung verdient. Das macht es auch erträglich, dass er sich permanent zum Affen machen lassen muss. Eine neue, attraktive Nachtschwester (Nadia Cassini, „Lollipops und heiße Höschen“), die eigentlich gar keine ist, schleicht sich ein, um sich auf die Suche nach wertvollen Gemälden zu begeben und sorgt für einigen Wirbel. Und zu allem Überfluss ist die Ehefrau des Leiters (Nieves Navarro, „Nackt unter Kannibalen“) auch noch frigide.

Soweit zur Alibistory dieser superalbernen, anzüglichen Klamaukklamotte, die einen unlustigen Witz nach dem anderen abfeuert, Nieves Navarro nackt umherrennen und Nadia Cassini ihren Arsch zeigen lässt. Das alles wirkt sehr ermüdend, zumal sich der „Erotik“-Anteil nur auf einige wenige Szenen beschränkt. Ansonsten bekommt man reichlich Geblödel auf unterstem Niveau, wobei einem höchstens Respekt abringt, wie sehr sich die Darsteller freiwillig der Lächerlichkeit preisgeben.

Immerhin sitzt aber ca. jeder zwanzigste Gag und anderes ist so unheimlich stumpf, dass es schon wieder unfreiwillig komisch wirkt. Höhepunkt des Films ist eigentlich eine Tanz- und Gesangsdarbietung Cassinis, die so gar nicht komödiantisch ist und es auch nicht sein soll.

Fazit: Nahezu unerträgliche Komödie mit ein paar Nackedei-Einlagen für ein Publikum, dem selbst Mario Barth zu anspruchsvoll ist.

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