Zum Inhalt werde ich mich nicht weiter äußern, das haben andere hier schon zu Genüge getan. Die Story von "Paycheck" an sich ist auch gar nicht schlecht, was schlecht ist, sind die grottige Inszenierung von John Woo und das hölzerne Spiel der Schauspieler-Crew!
John Woo:
Ähnlich wie Robert Rodriguez mit "Irgendwann in Mexiko" hat es hier auch John Woo "endlich" geschafft, vom Image des Wunderkindes loszukommen. Leider, denn was John Woo mit Filmen wie "A Better Tomorrow", "Bullet in the Head" und "Hard Boiled" erschaffen hat, verdient eine große Anerkennung, meine hatte er mit diesen Filmen auch sicher, nur dann?? Dann hat Hollywood gerufen und es folgten Filme von John Woo, wo zwar John Woo drauf stand, aber kein John Woo drin war, "Harte Ziele" war wenig intelligent, "Broken Arrow" war auch kein Meisterwerk, aber mit "Im Körper des Feindes" und "Windtalkers" hat Woo doch echt gute Filme gemacht, wo auch wieder eine große Portion Woo drin war. "MI:2" dazwischen war halt wieder eine dieser Auftragsarbeiten..., wo Woo aber auch noch einiges daraus gemacht hat!
Aber "Paycheck" ist wirklich der schöpferische Tiefpunkt von Woo, die Story ist wirklich gut, erinnert zwar so ein wenig an "Total Recall", macht aber nichts, der war ja auch richtig gut! Aber!!!!! Was Woo daraus gemacht hat, ist wirklich eine Sauerei. Es sieht aus wie eben einer dieser vielen billigen Kanada-Actionfilme, und die "Woo-typischen-Stilmittel" kommen hier richtig lächerlich daher, das "Eye-to-Eye" mit gezogenen Waffen war noch ganz passend, was aber unsagbar schlecht war, ich hab auch lauthals losgelacht, war die Taube, die durch die Tür geflogen kommt (in einem Labor!!!! hat sich da halt so hinverirrt wie John Woo in diesen Film). So ein Schrott, genauso wie das Zitat aus "Hard Boiled" am Schluss, da ist doch tatsächlich der Lottoschein im Käfigboden, in "Hard Boiled" waren es wenigstens noch Waffen.
Nein, Woo hat sich hier kräftig vergriffen, eine "Kreativ-Pause" täte ihm ganz gut, vielleicht sollte er sich wieder darauf beschränken, SEINE Filme zu machen, anstatt in Kanada Auftragsarbeiten abzukurbeln. Schade, wirklich schade um diesen Ausnahme-Regiesseur!!
Die Schauspieler sollte man fast unerwähnt lassen. Ben Affleck spielt mehr als lächerlich, ihm hab ich den superintelligenten Ingeneur nie abgenommen, der ist absolut hölzern und kennt kaum zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke!!!
Und Uma Thurman?? Die hat vergessen, dass "Kill Bill" abgedreht ist und das eine neue Rolle ist. Sie stolziert immer noch als Black Mamba und die deutsche Synchronstimme legt auch genau den gleichen Tonfall an wie für "Kill Bill".
Fazit: So, wie der Film gezeigt wurde, ist er der totale Scheiß, der sein Geld nicht wert ist. Schade ist es um die tolle Story, aus der viele, besser motivierte, Regiesseure mehr gemacht hätten, verdammt mehr. Und Ben Affleck war leider der Wunschdarsteller von John Woo - ein verdammter Teufelskreis. Mache ich weiter, drehe ich mich im Kreis - 3/10 (aber nur wegen der Story), der Film selbst ist eine 0/10, die gibt es aber nicht!