Mittelalter: Der Ritter Antonius Block, der nach einer 10-jähriger Reise im Rahmen der Kreuzzüge, die der Festigung seines Glaubens dienen sollte, in seine Heimat Schweden zurückkehrt, sieht sich dort mit der allgegenwärtigen Pest konfrontiert. Angesichts des Grauens, das ihm entgegenschlägt, beginnt er an seinem Glauben zu zweifeln. Als ihn der personifizierte Tod holen will, kann er diesen hinhalten und zu einer Schachpartie überreden, die sich über die Länge des Filmes erstreckt.
Auf seiner Reise zu seiner Frau wird Block von Jöns begleitet, einem misstrauischen und sachlich-zynischem Atheisten, der einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat und keinem Gott huldigen muss, um Gutes zu tun.
Die beiden begegnen den Schauspielern Mia und Jof, einem romantisch verträumten, fast schon blauäugigen Gläubigen, der an das gute im Menschen glaubt, und für seinen Glauben an das Übersinnliche oft verhöhnt wird; einer jungen Familie also, die, trotzdem es ihr schlecht geht, den Lebensmut nicht verliert. Hier gelangt Block bei einem Picknick zu der Einsicht, dass das, was das Leben ausmacht der Moment, der Genuss des Augenblicks und nicht die lähmende Furcht vor der Zukunft ist, denn wer sich stetig fürchtet, ist seelisch schon tot. Je näher sich Block Gott nähert, desto weiter ist er vom Tod entfernt.
Im weiteren Verlauf aber sehen Block und Jöns verzweifelte Menschen, die sich zum Zwecke der Beschwichtigung des Schöpfers einer extatischen Selbstkasteiung hingeben sowie ein Mädchen, das als Hexe deklariert, verbrannt wird. Ereignisse, die Jöns nur noch mehr in seiner Vorstellung bestärken, das Gott nicht existent ist und Block wieder zweifeln lassen.
Der Film entbehrt trotz der Ernsthaftigkeit nicht einer gewissen Komik: Zum einen Jöns' Gespräch mit dem einfältigen und geistig unbewaffneten Schmied Plog über die Natur der Frau um diesen davon abzuhalten, dessen Exemplar zum Zwecke der Sühnung vermuteter Ehebrechung zu töten. Außerdem die Selbstironie des Filmes in Person des Schauspielers Jonas Skat, als diesen der Tod holen will ("Gibt es keine Ausnahme für Schauspieler"). Das komischste allerdings ist der absurde Umstand, dass jemand mit dem Tod kommunizieren und interagieren kann.
Da Block ein Agnostiker bleibt, verliert der Ritter am Ende seine letzte Schlacht. Mia und Jof können entkommen. Eine ungewöhnliche Lösung, da Bergman hier scheinbar seine eigene Einstellung verurteilt, aber nur scheinbar, denn so pessimistisch wie seine Filme oft wirken, ist die Moral, die dahinter steckt, eher optimistisch, selbst in Bergmans äußerlich zutiefst depriemierendem LICHT IM WINTER, wo der Protagonist auch Agnostiker ist.
Für heutige Sehgewohnheiten ist die Szene der Schauspieler bei ihrer Vorstellung sehr befremdlich, fast schon nervig und ist allerhöchstens für Freunde alter Schausteller- und Minnesängerkunst oder für Leute mit einem Faible für Mittelalterliches interessant.
Von den gerne und häufig parodierten Filmen wohl einer der Unbekanntesten, gehört DAS SIEBENTE SIEGEL, ein im düsteren Mittelalter angesiedelter Film zum theologischen Theodizee-Problem, zu Bergmans größten Werken. Auf der einen Seite schwarzer Humor, Selbstironie und auf der anderen Seite die Visualisierung des Elends, sowie eine komplexe, philosophische Auseinandersetzung mit den bedeutendsten Glaubensfragen.