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Handlung: An einer elitären Kunstakademie für junge Frauen in Seoul entzünden sich mehrere verhängnisvolle Konflikte zwischen den Studentinnen. Soh-Hi ist die große Balletthoffnung der Akademie, worum ihre beste Freundin Ji-Seong sie insgeheim bitter beneidet. Die Außenseiterin, die Zeichnerin Hye-ju ist übergewichtig und leidet an ihrer verschwiegenen Hingezogenheit zu Soh-Hi. Durch die "Fuchstreppe", eine 28-stufige Treppe in der Nähe der Akademie, ändert sich das alles: dort erscheint ab und zu eine geheime 29. Stufe, auf der sich Wünsche erfüllen können - was sich aber im nachhinein als Fluch erweist.

Dieser koreanische Gruselfilm beginnt erst einmal sehr zurückhaltend in der Art eines Schülerdramas mit den üblichen Elementen Freundschaft, Eifersucht und Außenseitertum. Jedoch verleihen die brillanten Schauspielerinnen der Geschichte von Anfang an eine fesselnde Intensität, so daß man die Konflikte mitzuerleiden vermag. Mit fortschreitender Handlung verschärfen sich die Auseinandersetzungen immer mehr bis ins Grausige hinein, was ebenso überzeugend dargeboten wird wie das vormalige "normale" Geschehen. Es gibt auch Gespenstereffekte, die stark an Klassiker wie Ringu oder Ju-On erinnern, jedoch sind sie virtuos und wohldosiert eingesetzt, so daß sich mit der Zeit immer mehr willkommenes Grauen einstellt. Es handelt sich hier um einen wunderbaren Film. Daß er den Schluß einer recht losen Trilogie mit Yeogo goedam-"Whispering Corridors" und "Memento mori" darstellt, sollte man nicht überbewerten, vielleicht ist er ohne diesen Hintergrund sogar noch überzeugender.

Grusel mit viel Gefühl - absolute Empfehlung!

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