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„Il vicino de casa“ ist der Erste der insgesamt vier Teile umfassenden TV-Serie von Dario Argento, die er 1973 extra für das italienische Fernsehen drehte.


Das Ehepaar Luca und Stefania reisen mit ihrem 7 Monate alten Baby ans Meer, um dort ihre erste gemeinsame Wohnung zu beziehen. Kurz bevor sie ihre Wohnung erreichen, bleibt ihr Auto im Sand stecken und sie müssen ihren Weg zu Fuß beenden.
In der Wohnung stehen noch keine Möbel, auch das Licht funktioniert nicht. Ein Freund von Luca soll am nächsten Morgen die ganzen Möbel bringen, bis dahin müssen die drei so über die Runden kommen. Im Haus selber wohnt noch ein komischer Nachbar, der dem Paar nicht einmal eine Decke leiht. Als Luca und Stefania eine Weile in ihrer Wohnung sind, hören sie, wie der Nachbar weggeht. Dann entdecken beide einen Fleck an ihrer Decke, der stetig größer wird. Luca und Stefania gehen in die Wohnung des Nachbarn, die schon etwas unter Wasser steht. Im Bad entdecken die beiden eine tote Frau. Voller Panik wollen beide verschwinden, aber sie bekommen den Wagen nicht frei. Also beschließen sie, so zu tun, als ob sie nichts bemerkt hätten. Plötzlich merkt Luca, dass sein Feuerzeug fehlt, es muss noch oben in der Wohnung sein. Luc macht sich noch mal auf den Weg in die Wohnung, als der unheimliche Nachbar wiederkommt...


„Il vicino de casa“, produziert für den italienischen TV-Sender RAI, entstand unter der Regie von Luigi Cozzi. Nach Angaben von Cozzi und Argento handelt es sich um die beste Story.
Dem kann man zustimmen. Aufgrund der TV-Vorgaben, verzichtete Cozzi auf Gewaltdarstellungen und versuchte eher, die Spannung konstant hoch zu halten. Dies gelingt Cozzi auf wunderbare Art und Weise.
Im Laufe der Zeit steigt der Spannungsbogen bis es zum „kleinen“ Finale kommt, welches mit einer genialen Idee endet.

„Il vicino de casa“ ist quasi ein Drei-Mann-Stück, da es hauptsächlich nur um das Ehepaar und den unheimlichen Nachbar geht.
Neben der Einführung durch Dario Argento (dadurch wurde er über Nacht zum Star als Regisseur, kein Wunder, sahen doch dank eines Programms gleich 30-35 Millionen seine Serie) ist Argento in der ersten Episode als Anhalter, dessen Wagen streikt, selber zu sehen.

Interessant ist auch, dass die Serie in Farbe zu sehen ist, wobei sie selber im italienischen TV in schwarz-weiß gelaufen ist. Daher kommt auch Cozzis Rat, sich die Filme in schwarz-weiß anzuschauen. Keine schlechte Idee, hat man doch in der Farbversion immer den Eindruck, dass die Farben relativ blass sind. Also ist es jedem selbst überlassen, wie er sich die Teile anschaut, ich werde beides tun und dann vergleichen, was besser gefällt.


Fazit: Ein gelungener Serienauftakt. Cozzi präsentiert einen spannenden Film, der auch Dank der Laufzeit nie langweilig wird und den Spannungsbogen stetig steigen lässt. Cozzi zeigt, dass es nicht immer notwendig, nur blutige Effekte in einen Film einzubauen, um die Zuschauer zu schocken. Sein Film schafft es allein durch die Atmosphäre.

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