Armer Erfinder Thomas Alva Edison: Im Bereich der Elektrizität entwickelte er Glühbirnen, erweiterte die Technik des Fonografen und konstruierte den elektrischen Stuhl.
Nun steht sein Name Pate für ein Geisterradio in diesem sinnfreien Machwerk über vier unsympathische Teens in einem Abbruchhaus.
Selbst Hauptfigur Megan kommt von Beginn an zwiespältig rüber und scheint von der Idee, per Geisterradio mit den Toten kommunizieren zu können besessen zu sein.
Sie überredet jedoch ihre drei Kumpel zu einem alten Haus zu fahren, die Maschine nach alten Plänen zu rekonstruieren und auf Stimmen zu warten. Tatsächlich erscheinen die Geister jener Menschen, die in diesem Haus ermordet wurden…
Das ist schon dumm initiiert, wenn von Beginn an kein Interesse aufkommt und man nach einer Viertelstunde lieber abschalten möchte, weil man schon gar nicht mehr wissen will, wie es weitergeht.
Die Sache schleppt sich elendig, was die vier stümperhaften Darsteller mit ihren flachen Charakterzeichnungen natürlich rein gar nicht tragen können.
Auch die spärlich ausgestattete Kulisse mit schwacher Ausleuchtung lässt zu keiner Zeit Atmosphäre aufkommen, zumal man die meiste Zeit an der Apparatur herumschraubt, sich ungeduldig oder ungläubig gebärdet oder wegen einer gescheiterten Beziehung streitet.
Erst nach rund 45 Minuten (von 67 ohne Abspann) kommt überhaupt mal ein wenig Tempo auf.
Da erscheinen ein paar Geister, vorhersehbarerweise auch immer dort, wo man sie am ehesten erwartet (hinterm Rücken, in der Badewanne) und ruckzuck geht es einigen an den Kragen (immerhin mit Kopf durch, Hand ab und Axt in der Stirn), - doch auch zum Showdown gerät das fade Treiben kaum gefälliger.
Selbstverständlich will man die Geister wieder loswerden und den ungastlichen Ort schnell verlassen, während Megan merkwürdig verzückt erscheint, selbst als ihre Freunde in Lebensgefahr schweben. Da deutet sich bereits früh ein uralter Plot Twist an, für den jede Abwrackprämie zu viel wäre.
Unterdes geht die FX zumindest in Ordnung, die Geister sind nicht ganz so lieblos geschminkt und auch die wenigen Bluteffekte sehen okay aus.
Nur bietet der Rest eben kaum Substanzielles zum Mitfiebern. Da können die erklärenden Flashbacks gegen Ende kaum etwas verdeutlichen, was nicht vorher schon klar war und auch wenn man versucht, dem Abschluss einen bitterbösen Ausgang aufzudrücken, gelingt dies nur bedingt, denn hier interessiert das Überleben von nicht einer Figur.
Schlechte Bedingungen also, um einen passablen B-Film abzuliefern, wenn die Luft raus ist, wo sie von Anfang an dünn war.
Eine Maschine, um mit Toten zu sprechen, die dann dummerweise mies gelaunt und bewaffnet leibhaftig werden: Das bietet in der Ausarbeitung allenfalls Stoff für eine Kurzgeschichte, aber auch da gäbe es weitaus ideenreichere Ansätze.
Vielleicht spannender, wenn man mit dem alten Detektorempfänger selbst auf Geisterstimmenjagd geht…
2 von 10