Thomas Alva Edison starb im Oktober 1931, doch zuvor stellte er seine größte Erfindung fertig: Ein Gerät, mit dessen Hilfe man mit den Toten kommunizieren kann. Megan, eine ambitionierte Studentin, versucht das Gerät anhand der Originalpläne in einem abgelegenen Haus nachzubauen. Sie lädt einige Freunde ein, zum ersten Versuch. Doch die unbekannte Geschichte dieses Hauses ist mit viel Blut geschrieben worden. In den Mauern wartet das Böse...und die Studenten stehen an der Schwelle des abgrundtief Bösen.
Bei dieser amerikanischen Low Budget Produktion ist die sehr kurze Laufzeit von knapp 70 Minuten als großer Vorteil anzusehen, denn so entwickelt die doch etwas dünne Story keinerlei nennenswerte Längen und kann trotz offensichtlicher Mankos phasenweise recht interessant und auch spannend unterhalten. Nun ist "The Brink" kein Film, der Innovation bietet, Regisseur Benjamin Cooper hat einen kleinen, aber nicht gerade uninteressanten Geisterfilm auf die Beine gestellt, der auf jeden Fall atmosphärisch zu überzeugen weiss.
Die Geschichte an sich ist wie schon erwähnt etwas dünn geraten, dennoch entwickelt sich hier mit der Zeit ein recht konstanter Spannungsbogen und es entfaltet sich auch eine durchaus unheimliche und bedrohliche Grundstimmung, die ganz besonders in dem alten Haus sehr gut zur Geltung kommt. Man bekommt in der zweiten Filmhälfte sogar einige recht blutige Effekte präsentiert, denen man allerdings das niedrige Budget anmerkt, wodurch diese eher witzig als brutal wirken. Ebenso verhält es sich mit den Geisterscheinungen, deren Auftreten auch relativ vorhersehbar ist und die anstatt bedrohlich doch irgendwie amüsant wirken.
Zum Ende hin wird der Zuschauer dann auch über den wahren Grund aufgeklärt, warum gerade dieses Haus für das Experiment ausgesucht wurde, doch stellt der Grund nicht unbedingt eine großartige Überraschung dar, denn wenn man den Film aufmerksam verfolgt hat, konnte man die Zusammenhänge doch recht frühzeitig erkennen. Auch, wenn sich das jetzt alles eher negativ anhört, hat mir "The Brink" gar nicht mal so schlecht gefallen, der Film bietet zwar keinen filmischen Hochgenuss, versteht es aber teilweise, den Zuschauer zu fesseln und seine Aufmerksamkeit einzufordern.
Auch die Darsteller sind solide, gearde, wenn man berücksichtigt, mit welchen Schauspielleistungen man sehr oft in kleineren Produktionen konfrontiert wird. Es offenbart sich hier zwar kein Jahrhunderttalent, doch die gezeigten Leistungen sind absolut OK. So kann man zu dem Fazit gelangen, das "The Brink" ein netter Geisterfilm ist, der zwar keinesfalls zu den Höhepunkten des Genres zu zählen ist, den man sich aber ruhig anschauen sollte, denn er kann zumindest teilweise überzeugen und bitet nette Unterhaltung für zwischendurch.
5/10