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Über den Film "Eyes of the Werewolf" bin ich bei einer Suche in Google-Video gestolpert. Offensichtlich ist der Film mittlerweile Public-Domain und daher in voller Länge bei Google Video zu sehen.


Die Story ist relativ schnell erzählt: Durch einen Laborunfall verliert der Protagonist das Augenlicht. In einer Privatklinik werden ihm daraufhin zwei Augen (Organspende) eingesetzt. Diese funktionieren auch ganz hervorragend, sie haben nur einen Nachteil: Der Vorbesitzer war ein Werwolf. So kommt es, dass auch der neue Besitzer sich allnächtlich in ein mordhungriges Monster verwandelt und nach und nach alle, die ihm Probleme machen, dahinmetzelt.

Als ich den Film zum ersten male sah, war mir nicht ganz klar, ob es sich hierbei um ein Projekt von Filmfans oder über eine ernstgemeinte Produktion handelt. Jedenfalls würde es mich überraschen, wenn das Produktionsbudget mehr als ein paar tausend Dollar betragen hätte.
Der "Billigcharakter" zieht sich durch den ganzen Film: Die Locations, der Score, die Besetzung, die FX.

Aber jetzt kommt das wirklich seltsame: Ich fühlte mich tatsächlich gut unterhalten. Sicher, der Film ist alles andere als gruselig, manchmal ist er unfreiwillig komisch und erinnert mich an die unsäglichen Streifen von Ed Wood. Die Werwolfmaske ist wirklich äußerst klischeehaft (ja, rote Lämpchen als Augen...). Aber es wird ordentlich auf die Blutspritze gedrückt. Wenn der Werwolf zuschlägt, bleibt kein Auge trocken und auch auf Gummifleisch wird gerne mal herumgekaut.
Schließlich hat der Film dann ja doch noch alles, was ein solcher Streifen benötigt: Einen über sich selbst entsetzten Protagonisten, eine Krankenschwester (sehr sehenswert hier Stephanie Beaton), die sich in den Hauptcharakter verliebt, zwei gute Kumpel, die bemüht sind, zu helfen, und natürlich jede Menge Arschlöcher denen man die nächtliche Begegnung mit dem Werwolf mehr als nur gönnt.
Meine Empfehlung: Ruhig mal anschauen, 6 / 10.

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