6
Nur eine Hälfte des Schwesternsgespanns, nur der halbe Spaß. Emily Perkins mag eine superbe junge Schauspielerin sein und mit ihrer hässlichen Marilyn Manson Kontaktlinse in der Rolle der ewig kranken, leidenden und lakonischen Gothicgöre voll aufblühen, aber den gesamten Film alleine auf ihren Schultern tragen, das schafft sie nicht. Da fehlt einfach die lebhaftere Ginger als Gegenpart, deren kurze Gastauftritte hier aber rein gar nichts zur Sache tun und hätten weggelassen werden können. Andererseits vermag die merkwürdig veranlagte und altkluge Ghost nicht Gingers Platz einzunehmen. Mit Werwölfen hat dieses melancholische und seltsame Drama für große Mädchen auch nur noch peripher zu tun, was nicht heißen soll, dass die bedrückende Stimmung im Frauenknast ähnlichen Hospital und die Anspielungen auf Drogensucht, Suizid und Borderline-Syndrom nicht ihren eigenen Reiz hätten.
10
Zwar ist das Sequel nicht so gut wie der erste Teil, aber dennoch ist der Film gut, denn da sieht man was Brigitte machte nachdem Ginger Tot ist. Die neue Begleiterin Ghost (Tatiana Maslany) finde ich etwas durchgedreht so wie sie meistens in der Erzähler Form spricht und ihre durchgedrehte Fantasie kann einen den letzten nerv rauben. Das einzige was mir an den Film nicht gefällt ist wie der Film endet, ansonsten ist er ganz auch klasse.