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Um einer angesagten Studentenverbindung beitreten zu dürfen, müssen fünf junge Leute erst eine ganze Reihe kurioser Gegenstände zusammen stehlen und dann eine Nacht im verfluchten Geisterhaus überstehen. Als etwa zur gleichen Zeit ein wahnsinniger Professor bei einer schwarzen Messe den Löffel abgibt und ein paar der Studenten daran nicht ganz unschuldig sind, sucht dessen unsterblicher Geist besagtes Horrorhaus heim. Dort staunen insbesondere die Veranstalter nicht schlecht, als aus Spukspaß plötzlich blutiger Ernst wird.

„Tanz der Teufel trifft auf Scream“ posaunt ganz unbescheiden schon mal das Cover raus, wobei ich von Scream ehrlich gesagt nicht viel gesehen hab. Ausgedacht hat sich diese Horrorsatire Rolfe Kanefsky, dessen ähnlich gelagertes „Don´t scream ...die“ aber zumindest schon mal sehr witzig war. Ernst nehmen kann und soll man das Ganze jedenfalls nicht, sondern es werden munter die üblichen Horrorklischees entweder auf die Spitze getrieben oder genüßlich auf die Schippe genommen, wie man es ja schon aus Scream oder Scary Movie kennt, und ich muß zugeben, nach anfänglicher Doofheit zu Beginn, funktioniert das alles sogar, ohne allerdings zu einen ZAZ-Lachparade auszuarten.
Hintergrund ist mal wieder ein fieser Initiationsritus einer Studentenverbindung, die fünf Erstsemestern erst auftragen eine Liste von Gegenständen zu klauen und anschließend die Nacht in einem, mit diversen Fallen präparierten, Spukhaus zu verbringen und das Ganze natürlich auch noch pünktlich zu Halloween. Bis auf ein Gewitter und einem Inzucht-Backwood-Slasher hat man da doch fast schon die wichtigsten Stereotypen beieinander. Bis dahin ist ja noch alles harmloser Studentenspaß, allerdings ist eines der Gegenstände auf der Liste ein magisches Buch (Necronomicon läßt grüßen), das in den Händen des okkulten Professor Katts ist und mal eben so die Tore zur Hölle öffnen kann und jenes Tor ist natürlich just in dem besagten Spukhaus ansässig. Zufälle gibt’s.
Ein paar nette Gags gibt es natürlich. Wenn sich beispielsweise die Zunge eines der Kerle mutiert und ein Eigenleben entwickelt (hatten wir zwar schon in Killer Tongue, aber egal) oder einer der Kerle von einem Umleitungsschild dekapiert wird hat das schon einen gewissen Fun Faktor, der mit Zuführung von Gerstensaft sicherlich noch besser rüberkommt, und ein angenehm hohes Tempo. Ich kann jetzt zwar nicht behaupten mir einen Krampf ins Zwerchfell gelacht zu haben, aber sobald der komatöse Professor (Dourif, Dourif, Dourif) im Geisterzustand anfängt die Kids zu malträtieren und sogar in der Lage ist, jeweils einen von ihnen zu übernehmen, macht die Sache doch Laune.
Hätte man den Drive von Anfang an entwickelt, wäre hier sicher noch mehr zu holen gewesen. Aber hier hampeln lediglich ein paar mittelmäßige Darsteller in albernen Kostümen herum und machen Blödsinn, der auch in American Pie nicht deplatziert gewesen wäre. Später sitzen die Gags und selbstironischen Zitate besser und den Schlußgag hat dann wieder das vorher höchst harmlose Spukhaus. Ach ja, überleben tun dann auch diejenigen Charaktere, die es sonst in Horrorfilmen als erstes erwischt, ohne da zu viel spoilern zu wollen, auch mal ne nette Abwechslung.
6/10

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