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"Teenager lieben heiß" ist ein Blankzieh-Drama der Extraklasse! Eine unvergleichliche Charakterstudie mit Tiefgang, anspruchsvoll und sehr intellektuell. Was dieser Film an Emotionen hervorruft sucht seinesgleichen.

Die Geschichte der 17jährigen Daniela, die von der Polizei aufgegriffen und dem Ex-Mann ihrer Mutter, der aber nicht ihr Vater ist, untergejubelt wird, nimmt den Zuschauer mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nicht nur Daniela hat es schwer, wird sie doch im Haus nur widerwillig geduldet. Auch die neue Flamme ihres Erziehungsberechtigten durchlebt schwere Tage, beschleicht sie doch das Gefühl, dass ihr Macker Interesse an Daniela finden könnte. Und der gute Mann? Der hat es auch nicht leicht, muss er doch von allen Seiten Schelte einstecken, ob nun von seiner gebeutelten Ische, von Daniela oder seinen besten Freunden, die sich üble Scherze über ihn erlauben.
Man erlebt wirklich sehr ergreifende Szenen wie die Trennung des einstmals glücklichen Paares. Ja, es kommt dann auch zu einer Romanze zwischen Daniela und ihrem Papa, der ja gar nicht ihr Papa ist. Hier dürfen sogar harte Männer ein Tränchen verdrücken oder zwei, so romantisch wird es.
Doch der emotionale Gipfel und Höhepunkt der Geschichte wird erst erreicht, als ein Fremder auftaucht und uns klargemacht wird, dass Daniela eine Prostituierte ist.
Den Rest möchte ich nicht erzählen, ich bin zu traurig und solche Geschichten nehmen mich immer stark mit.


Ok, und jetzt mal Klartext. Gloria Guida zieht blank wann immer sich die Gelegenheit bietet und auch wenn sie sich nicht bietet. Alles andere ist blanker Unfug, der kaum jemanden interessieren dürfte. Der Film ist nur in einer heiteren Runde mit etwas Alkohol erträglich. Auf die handwerklichen Komponenten gehe ich nicht ein, denn die können nichts retten, wenn der Film ein Langweiler der Sonderklasse ist.
Wann raffen Filmemacher endlich, dass Filme nicht langweilig sein dürfen?
Von mir gibt es zwei Punkte.

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